{"id":1516,"date":"2013-07-16T15:08:50","date_gmt":"2013-07-16T15:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.humanium.org\/de\/?page_id=1516"},"modified":"2025-12-05T10:44:27","modified_gmt":"2025-12-05T10:44:27","slug":"kinder-und-aids","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.humanium.org\/de\/kinder-und-aids\/","title":{"rendered":"Kinder mit HIV\/AIDS"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und sein schwerstes Stadium &#8211; das erworbene Immunschw\u00e4chesyndrom (AIDS) &#8211; betreffen weltweit 39 Millionen Menschen (UNICEF, 2023). Davon sind 2,58 Millionen junge Menschen<\/strong> <strong>unter 19 Jahren (UNICEF, 2019). Doch abgesehen von den medizinischen Herausforderungen und der elterlichen Abwesenheit kann HIV aufgrund der weit verbreiteten kulturellen Stigmatisierung der Infektion auch ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Reihe von weiteren Problemen f\u00fcr ein Kind sein. Dazu geh\u00f6ren <\/strong><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/armut\/\"><strong>Armut<\/strong><\/a><strong>, Chancenlosigkeit und <\/strong><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/focusdiskriminierung\/\"><strong>Diskriminierung<\/strong><\/a><strong>.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18072\" srcset=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-830x553.jpg 830w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-230x153.jpg 230w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-350x233.jpg 350w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_758190052-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Definition von HIV\/AIDS<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>HIV ist ein Virus, das das Immunsystem seines Wirts angreift. Es wird angenommen, dass das Virus von einer bestimmten Unterart von Schimpansen in Zentralafrika stammt. HIV ist zwar nicht heilbar, kann aber kontrolliert und beherrscht werden und erm\u00f6glicht ein langes, gesundes Leben, wenn eine angemessene medizinische Versorgung gew\u00e4hrleistet ist (Centers for Disease Control and Prevention, 2022).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn HIV jedoch nicht angemessen behandelt wird, kann es zu AIDS f\u00fchren, dem dritten und schwersten Stadium von HIV. Menschen, die an AIDS erkrankt sind, haben ein stark geschw\u00e4chtes Immunsystem, das sie anf\u00e4llig f\u00fcr andere Krankheiten macht. Diese werden oft als opportunistische Infektionen bezeichnet (Centers for Disease Control and Prevention, 2022).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dank der weltweiten Verbesserungen in der medizinischen Versorgung und der Zug\u00e4nglichkeit von Gesundheitsdiensten ist die Sterblichkeitsrate bei AIDS-Patienten deutlich gesunken. Im Jahr 2022 gab es sch\u00e4tzungsweise 630.000 Todesf\u00e4lle, was einem Anteil von&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>51 % aller AIDS-Patienten in jenem Jahr entsprach (UNAIDS, 2023). Im Jahr 2004 starben fast 70 % aller AIDS-Patienten an der Krankheit (UNAIDS, 2023).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcbertragung, Pr\u00e4vention, Symptome und Behandlung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>HIV wird durch den direkten Kontakt mit oder durch den Austausch von K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen (Together We Can, 2023). Die einzig sichere Form, eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden, ist daher die Vermeidung des Austauschs von K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten mit einer erkrankten Person. Es gibt zwar Medikamente, die das Risiko einer Ansteckung verringern, wenn man mit den K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten eines Erkrankten in Kontakt gekommen ist (so genannte Pr\u00e4-Expositions-Prophylaxe), aber sie bieten keinen Schutz vor einer Infektion (National Health Service UK, 2023).<\/p>\n\n\n\n<p>Patienten, bei denen AIDS diagnostiziert wurde, k\u00f6nnen das Risiko einer opportunistischen Infektion durch einige vorbeugende Ma\u00dfnahmen verringern. Dazu geh\u00f6ren <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/das-recht-auf-gesundheit\/#:~:text=The%20principal%20characteristics%20of%20the,potable%20water%20and%20adequate%20hygiene.\">Medikamente<\/a>, Impfstoffe, eine geringere Exposition gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/jugendsexualitat\/\">sexuell \u00fcbertragbaren Krankheiten<\/a> oder Krankheiten, die durch Fl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen werden, sowie eine allgemeine Verbesserung der Hygienepraxis (Centers for Disease Control and Prevention, 2022).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht alle HIV-positiven Menschen zeigen Symptome, weshalb es \u00e4u\u00dferst wichtig ist, dass man sich testen l\u00e4sst. Diejenigen, bei denen dies der Fall ist, zeigen einige Wochen nach der Ansteckung mit dem Virus oft grippe\u00e4hnliche Symptome, die mehrere Wochen anhalten k\u00f6nnen (Centers for Disease Control and Prevention, 2022).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen, die an AIDS erkrankt sind, k\u00f6nnen dagegen eine Reihe von Symptomen aufweisen, die von der Art der Infektion abh\u00e4ngen, die sich aufgrund ihres geschw\u00e4chten Immunsystems entwickelt hat. Das Spektrum reicht von sichtbaren Beschwerden &#8211; wie Pilzinfektionen und Hautkrankheiten &#8211; bis hin zu Formen von Krebs (Centers for Disease Control and Prevention, 2022). Die Vielfalt der m\u00f6glichen Symptome ist gro\u00df und h\u00e4ngt mit den jeweiligen Infektionsarten zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Da HIV unheilbar ist, ist es f\u00fcr Menschen, die an dem Virus erkrankt sind, entscheidend, das Fortschreiten der Infektion zu kontrollieren und auf andere potenzielle Infektionskrankheiten zu achten. In der Regel wird HIV-Infizierten empfohlen, regelm\u00e4\u00dfig Bluttests durchzuf\u00fchren und antiretrovirale Medikamente (antiretrovirale Behandlung, ART) einzunehmen, die verhindern sollen, dass sich das Virus im K\u00f6rper reproduziert (NHS, 2023). H\u00e4ufig wird eine Kombination dieser Medikamente in unterschiedlichen Dosierungen verabreicht, da das Virus dazu neigt, sich schnell an die Medikamente anzupassen und gegen sie immun zu werden (NHS, 2023).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die globale Ausbreitung von Kindern mit HIV\/AIDS&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das globale Ausma\u00df von HIV\/AIDS und die mit dem Virus verbundenen Stigmata machen es besonders schwierig, das Ausma\u00df und die tats\u00e4chliche Ausbreitung der Krankheit abzusch\u00e4tzen. Die bisherige Forschung speziell \u00fcber Kinder beschr\u00e4nkt sich \u00fcberwiegend auf einige wenige Regionen, in denen die Infektionsraten bekannterma\u00dfen am h\u00f6chsten sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Afrika&nbsp;<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-1024x685.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18074\" style=\"width:347px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-2048x1371.jpg 2048w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-830x556.jpg 830w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-230x154.jpg 230w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-350x234.jpg 350w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_225930988-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>J\u00fcngste Daten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) weisen auf eine erdr\u00fcckende Vielzahl von Kindern hin, die in Afrika an HIV leiden. Untersuchungen aus dem Jahr 2019 legen nahe, dass 90 % aller HIV-infizierten Kinder weltweit aus den afrikanischen L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara stammen (UNICEF, 2019). Dies wird durch Daten aus der Zeit nach der Pandemie im Jahr 2020 best\u00e4tigt, wonach 89 % der neuen p\u00e4diatrischen Infektionen und 88 % der festgestellten Infektionen bei Kindern und Jugendlichen auf die Region s\u00fcdlich der Sahara zur\u00fcckzuf\u00fchren sind (UNICEF, 2021).<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz des Fortschritts bei der Behandlung von <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/jugendsexualitat\/\">schwangeren Frauen<\/a> mit HIV in ganz Afrika besteht f\u00fcr Kinder nach wie vor das Problem, dass sie keinen Zugang zu angemessener medizinischer Unterst\u00fctzung haben. Im Zeitraum von 2011 bis 2018 hat sich die Zahl der Frauen, die ART erhielten, vervierfacht, w\u00e4hrend sich die Gesamtzahl der Kinder, die ART erhielten, im gleichen Zeitraum etwa verdoppelt hat (UNICEF, 2019). <\/p>\n\n\n\n<p>Nur die H\u00e4lfte aller Kinder im Alter von 0-14 Jahren, die in Afrika mit HIV leben, wird derzeit \u00fcberhaupt behandelt (UNICEF, 2019). F\u00fcr Kinder in West- und Zentralafrika sinkt dieser Anteil auf 28 % (UNICEF, 2019). Rund 80 % der Neuinfektionen bei Jugendlichen im Jahr 2019 betrafen M\u00e4dchen (UNICEF, 2019).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ostasien und der Pazifik&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2018 waren sch\u00e4tzungsweise fast 100.000 Kinder in Ostasien und im Pazifik HIV-positiv (UNICEF, n.d.). Ein besonderes Problem in der Region sind HIV-positive Kinder unter 5 Jahren, von denen 68 % das Virus durch eine \u00dcbertragung w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder bei der Geburt erhalten haben (UNICEF, n.d). Etwa 75 % aller AIDS-bedingten Todesf\u00e4lle bei Kindern und Jugendlichen in der betreffenden Region treten vor dem f\u00fcnften Lebensjahr auf (UNICEF, 2018). <\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 2010 und 2017 blieb die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen konstant, ohne dass es nennenswerte Fortschritte bei der Reduzierung der \u00dcbertragungsraten oder Anzeichen f\u00fcr einen Anstieg der Ansteckungsraten gab (UNICEF, 2018). Gesch\u00e4tzte 68 % der Kinder in dieser Region erhalten ART, jedoch werden weniger als 30 % der HIV-Infektionen bei Kleinkindern diagnostiziert (UNICEF, 2018).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere betroffene Regionen<\/h3>\n\n\n\n<p>Au\u00dfer in Afrika, Ostasien und dem Pazifik gibt es nur wenige L\u00e4nder, in denen mehr als tausend Kinder mit HIV leben. Dazu geh\u00f6ren sieben L\u00e4nder in Lateinamerika, zwei L\u00e4nder in Zentralasien und ein Land in Westeuropa (UNICEF, 2018). Diese Statistiken spiegeln das Ausma\u00df der HIV-Forschung in den betreffenden L\u00e4ndern wider, nicht aber eine konkrete Hochrechnung der aktiven F\u00e4lle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Lateinamerika und die Karibik weisen die h\u00f6chste HIV-Inzidenzrate unter Jugendlichen au\u00dferhalb von Afrika s\u00fcdlich der Sahara auf (UNICEF, 2018). Die Zahl der j\u00e4hrlichen Neuinfektionen bei Jugendlichen ist seit 2010 konstant geblieben (UNICEF, 2018). <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber 60 % der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2017 bei Kindern im Alter von 0-9 Jahren in der Region wurden w\u00e4hrend der Schwangerschaft \u00fcbertragen (UNICEF, 2018). Im selben Jahr entfielen 60 % aller Neuinfektionen bei Jugendlichen auf das m\u00e4nnliche Geschlecht; die Zahl der infizierten Jungen sank zwischen 2010 und 2017 um die H\u00e4lfte im Vergleich zu den M\u00e4dchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Folgen einer HIV-Infektion\/AIDS-Erkrankung&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neben den gesundheitlichen Risiken kann HIV eine Reihe weiterer direkter und indirekter Herausforderungen f\u00fcr Kinder mit sich bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/familie-und-rechte-von-kindern#\/\">Zerr\u00fcttung der Familie<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/obdachlose-jugendliche-usa-2\/\">Obdachlosigkeit<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/waisenkinder\/\">Verwaisung<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Ende 2022 hatten bereits 14 Millionen Kinder unter 18 Jahren einen oder beide Elternteile durch AIDS verloren (UNICEF, 2023). In dieser Statistik sind die nicht-biologischen Eltern und andere Familienmitglieder, die f\u00fcr die Betreuung der Kinder verantwortlich sind, nicht ber\u00fccksichtigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 13 Millionen Kinder (im Alter von 0 bis 17 Jahren) sind aufgrund von AIDS <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/waisenkinder\/\">verwaist<\/a>, wobei 80 % dieser Kinder in Afrika s\u00fcdlich der Sahara leben (Stoner et at, 2019). Diese Zahl ist von etwa 18 Millionen im Jahr 2010 allm\u00e4hlich zur\u00fcckgegangen, was auf allgemeine globale Fortschritte bei der Bek\u00e4mpfung des Virus hindeutet (Our World in Data, 2023).<\/p>\n\n\n\n<p>Studien aus verschiedenen Bereichen haben gezeigt, dass Waisenkinder mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert sind. Diejenigen, die Betreuungsdienste in Anspruch nehmen, ben\u00f6tigen oft individuelle Unterst\u00fctzung, die in Einrichtungen nur selten geboten wird (Hope and Homes for Children, 2023). Daraus k\u00f6nnen sich Vernachl\u00e4ssigungsmuster entwickeln, die die Kinder der Gefahr von emotionalem und <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/misshandlung\/\">k\u00f6rperlichem Missbrauch<\/a> aussetzen (Hope and Homes for Children, 2023).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In l\u00e4nderspezifischen Fallstudien wurde auch ein Zusammenhang zwischen <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/waisenkinder\/\">Verwaisung<\/a> und langfristigen Konsequenzen f\u00fcr Gesundheit und Bildung hergestellt (Beegle et al., 2010). Ohne angemessene und dauerhafte unterst\u00fctzende Netzwerke haben die Kinder Schwierigkeiten, Zugang zu wichtigen Dienstleistungen zu erhalten und in ihrer <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/recht-bildung-weltweit\/\">Schulbildung<\/a> voranzukommen. J\u00fcngste Forschungsarbeiten haben zudem die gravierenden und beeintr\u00e4chtigenden psychologischen Auswirkungen von Waisenkindern auf ihre Entwicklung aufgezeigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie \u00fcber die Auswirkungen der Verwaisung in <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/athiopien\/\">\u00c4thiopien<\/a> aus dem Jahr 2023 ergab, dass Waisenkinder im S\u00fcdwesten des Landes neben den typischen Depressionen und Stress auch&nbsp; unter dauerhaften Angstzust\u00e4nden leiden (Yosef et al., 2023). Generell haben HIV-Diagnosen bei Kindern oder ihren Betreuern betr\u00e4chtliche Auswirkungen auf ihr psychologisches Wohlbefinden, ihre Entwicklung und ihre F\u00e4higkeit, mit zunehmendem Alter Zugang zu wichtigen Dienstleistungen zu erhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/focusdiskriminierung\/\">Diskriminierung<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Aufgrund sozialer Stigmata und Fehlinformationen sind Kinder, die mit HIV leben, der Gefahr von <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/focusdiskriminierung\/\">Diskriminierung<\/a> und weiteren Formen von Mobbing ausgesetzt (Conway, 2015). In vielen Gesellschaften ist immer noch der archaische Glaube weit verbreitet, dass HIV-Infektionen mit unmoralischen Praktiken und schlechter Hygiene zusammenh\u00e4ngen oder dass das Virus auf andere Weise als durch K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus ergeben sich zwei Risikokategorien. Erstens werden Kinder, die an dem Virus leiden, oft von Gleichaltrigen misshandelt und schikaniert oder von ihren Betreuern gemieden, was zu einem gr\u00f6\u00dferen k\u00f6rperlichen und <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/die-mentale-gesundheit-von-kindern\/\">psychischen Schaden<\/a> f\u00fchren kann (Conway, 2015). <\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens z\u00f6gern die Kinder aufgrund des genannten Umstands, Informationen \u00fcber ihre positive Diagnose mitzuteilen, da sie Misshandlung und Verfolgung f\u00fcrchten (Conway, 2015). Dies hindert sie daran, psychische und physische Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen, die sie bei ihrer Diagnose unterst\u00fctzen k\u00f6nnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/armut\/\">Armut<\/a><em>&nbsp;<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/armut\/\">Armut<\/a> kann sowohl eine Ursache als auch eine Folge einer positiven HIV-Diagnose sein. In verarmten Gemeinschaften mit begrenztem Zugang zu Informationen ist es wahrscheinlicher, dass gesundheitsgef\u00e4hrdende Verhaltensweisen, wie Drogenmissbrauch und ungesch\u00fctzter Geschlechtsverkehr, weit verbreitet sind (American Psychological Association, 2022). Dies kann sich direkt auf den Nachwuchs auswirken &#8211; wenn dieser an riskanten Aktivit\u00e4ten teilnimmt &#8211; oder indirekt, wenn die Anzahl der M\u00fctter steigt, die sich mit dem Virus infizieren k\u00f6nnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer HIV-Diagnose ist es wahrscheinlicher, dass Kinder aufgrund der Auswirkungen des Virus in die Armut abrutschen. Die Betroffenen werden eher von der Gesellschaft entfremdet, verwaisen oder werden in ihren Bildungs- und Arbeitsm\u00f6glichkeiten eingeschr\u00e4nkt (Conway, 2015). Dar\u00fcber hinaus sind ART-Behandlungen und andere unterst\u00fctzende Hilfsleistungen in der Regel teuer und stellen eine finanzielle Belastung f\u00fcr die Betroffenen und ihre Familien dar, die <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/themenschwerpunkte\/armut\/\">Armut<\/a>szyklen schaffen und katalysieren kann (Ijumba, 2011).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen auf den Bildungsbereich<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Reihe von fallstudienbezogenen Forschungsarbeiten aus Afrika s\u00fcdlich der Sahara haben gezeigt, dass Kinder, die ihre <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/recht-bildung-weltweit\/\">Ausbildung<\/a> abbrechen, mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit an HIV erkranken (Stoner et al., 2017). Dies h\u00e4ngt damit zusammen, dass zwischen Armut und unsicheren gesundheitlichen Verhaltensweisen, die das Risiko einer HIV-\u00dcbertragung erh\u00f6hen k\u00f6nnen, ein Zusammenhang besteht (American Psychological Association, 2022). HIV-Diagnosen bei Kindern k\u00f6nnen auch zu Schulabbr\u00fcchen und schlechteren Bildungsergebnissen f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Richtungsweisende l\u00e4nder\u00fcbergreifende Studien aus dem \u00f6stlichen und s\u00fcdlichen Afrika haben die unz\u00e4hligen M\u00f6glichkeiten aufgezeigt, wie Regierungen es vers\u00e4umen, HIV erkrankte Kinder zu unterst\u00fctzen, wenn diese die Schule abbrechen oder versuchen, nach einer Unterbrechung zur\u00fcckzukehren (Human Rights Watch, 2005).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit besteht f\u00fcr mit HIV lebende Kinder ein erh\u00f6htes Risiko, die Schule aufgrund von Krankheit, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/waisenkinder\/\">Verwaisung<\/a> oder Erkrankung der Eltern zu vers\u00e4umen oder abzubrechen (Zinyemba et al., 2019). F\u00fcr Kinder, die ihre Ausbildung abschlie\u00dfen, k\u00f6nnen anhaltende Beeintr\u00e4chtigungen der Arbeitsf\u00e4higkeit und gesellschaftliche Stigmatisierung die Besch\u00e4ftigungschancen stark beeintr\u00e4chtigen und damit ihre Chancen auf ein finanziell erfolgreiches Leben verringern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Strategien zur Bek\u00e4mpfung von HIV f\u00fcr das Wohlergehen von Kindern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18073\" srcset=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-830x553.jpg 830w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-230x153.jpg 230w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-350x233.jpg 350w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.humanium.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_734440240-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Angesichts der zahlreichen Risiken und Sch\u00e4den, denen Kinder, die an HIV erkrankt sind, oder Kinder mit HIV-positiven Familienmitgliedern ausgesetzt sind, arbeiten Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) auf verschiedene Weise an der strategischen Bek\u00e4mpfung des Virus. Die Ma\u00dfnahmen lassen sich grob in einige Kategorien unterteilen (The Children&#8217;s Society, 2023):<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>K\u00f6rperliche Gesundheit: Regierungen und Organisationen wie UNAIDS und UNICEF arbeiten daran, die Durchf\u00fchrung von HIV-Tests bei Kindern zu erh\u00f6hen, das Bewusstsein f\u00fcr die k\u00f6rperlichen Gesundheitsrisiken von Drogenkonsum und ungesch\u00fctztem Sex zu sch\u00e4rfen und den Zugang zu ART und anderen Behandlungsformen zu erweitern.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Psychische Gesundheit: Regierungen und Hilfsorganisationen erweitern das Angebot an psychosozialer Unterst\u00fctzung f\u00fcr HIV-infizierte Kinder. Dazu geh\u00f6rt auch eine bessere Fortbildung f\u00fcr alle Personen, die in direkten Kontakt mit HIV-infizierten Kindern kommen. Unter anderem m\u00fcssen P\u00e4dagogen, \u00c4rzte, Therapeuten, Sozialarbeiter und Kinderbetreuer f\u00fcr die besonderen Risiken von HIV bei Kindern sensibilisiert werden. Kinder brauchen auch Unterst\u00fctzung, um mit Mobbing und den damit verbundenen Misshandlungen fertig zu werden, die mit einer HIV-Diagnose einhergehen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Sensibilisierung: Kinder sind von Natur aus gef\u00e4hrdet; daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass aktuelle Informationen \u00fcber die Verbreitung, die \u00dcbertragung, die Anf\u00e4lligkeit und die Folgen der Infektion einer HIV-Infektion vermittelt werden, um eine Schutzkultur zu f\u00f6rdern und veraltete Stigmata abzubauen. Dies kann auf breiter Ebene oder in kleinen Gemeinschaften geschehen. Der Welt-Aids-Tag ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie Regierungen auf globaler Ebene das Bewusstsein f\u00fcr das Virus sch\u00e4rfen k\u00f6nnen. Ebenso k\u00f6nnen Kampagnen in Schulen und Gemeinden, die von lokalen Entscheidungstr\u00e4gern initiiert werden, dazu beitragen, dass das Virus als etwas angesehen wird, das die Notwendigkeit von Wachsamkeit und Vorsicht bekr\u00e4ftigt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><em><strong>Geschrieben von Vanessa Cezarita Cordeiro&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Intern bewertet von Aditi Partha <\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>\u00dcbersetzt von Claudia Flanner&nbsp;<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Korrekturgelesen von Marie Podewski<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Zuletzt aktualisiert am 5. November 2023<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literaturhinweise:&nbsp;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">American Psychological Association. (2022, April). <a href=\"https:\/\/www.apa.org\/pi\/ses\/resources\/publications\/hiv-aids\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cHIV\/AIDS and socioeconomic status.\u201d<\/a> Retrieved from American Psychological Association, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beegle, K., De Weerdt, J., &amp; Dercon, S. (2010, February). <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3000004\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cOrphanhood and human capital destruction: is there persistence into adulthood?\u201d<\/a> Volume 47, issue 1. Retrieved from PubMed Central, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Centers for Disease Control and Prevention. (2022, June 30). \u201cAbout HIV.\u201d Retrieved from Centers for Disease Control and Prevention, accessed on 31 October 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Conway, M. (2015). \u201cHIV in schools: A good practice guide to supporting children living with and affected by HIV.\u201d Retrieved from National Children\u2019s Bureau, accessed on 3 November 2023.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Hope and Homes for Children. (2023.) <a href=\"https:\/\/www.hopeandhomes.org\/why-it-matters\/how-orphanages-harm-children\/#:~:text=Evidence%20shows%20that%20the%20delivery,%2C%20physical%2C%20and%20sexual%20abuse\">\u201cWhy it matters: How orphanages harm children.\u201d<\/a> Retrieved from Hope and Homes for Children, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Human Rights Watch. (2005, October 10). \u201c<a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2005\/10\/10\/africa-neglect-aids-orphans-fuels-school-drop-out\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Africa: Neglect of AIDS orphans fuels school drop-out.\u201d<\/a> Retrieved from Human Rights Watch, accessed on 1 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ijumba, N. (2011). <a href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/chronicle\/article\/impact-hivaids-education-and-poverty\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cImpact of HIV\/AIDS on education and poverty.\u201d<\/a> Retrieved from United Nations Chronicle, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">NHS. (2021, April 22). <a href=\"https:\/\/www.nhs.uk\/conditions\/hiv-and-aids\/prevention\/#:~:text=HIV%20prevention%20medicine&amp;text=PrEP%20is%20available%20for%20some,and%20are%20exposed%20to%20HIV\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cPrevention HIV and AIDS.\u201d<\/a> Retrieved from NHS, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">NHS. (2021, April 22). <a href=\"https:\/\/www.nhs.uk\/conditions\/hiv-and-aids\/treatment\/#:~:text=Antiretroviral%20drugs,quickly%20adapt%20and%20become%20resistant\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cTreatment HIV and AIDS.\u201d<\/a> Retrieved from NHS, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Our World in Data. (2023). <a href=\"https:\/\/ourworldindata.org\/grapher\/number-of-children-orphaned-from-aids\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cChildren orphaned due to AIDS deaths, 1990 to 2022.\u201d<\/a> Retrieved from Our World in Data, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Stoner, M., Pettifor, A., Edwards, J., Aiello, A., Halpern, C., Julien, A., Selin, A., Twine, R., Hughes, J., Wang, J., Agyei, Y., Gomez-Olive, X., Wagner, R., MacPhail, C., &amp; Kahn, K. (2017, September 24). <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/28692544\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cThe effect of school attendance and school dropout on incident HIV and HSV-2 among young women in rural South Africa enrolled in HPTN 068.\u201d<\/a> Retrieved from National Library of Medicine, National Center for Biotechnology Information, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Thapar, R., Singha, M., Kumar, N., Mithra, P., Unnikrishnan, B., Holla, R., Kulkarni, V., Darshan, B., &amp; Kumar, A. (2019). \u201cClinico-epdimiological profile of children orphaned due to AIDS residing in care giving institutions in coastal south India.\u201d Retrieved from PubMed Central, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">The Children\u2019s Society. (2023). <a href=\"https:\/\/www.childrenssociety.org.uk\/information\/professionals\/young-carers\/families-affected-by-HIV\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cFamilies affected by HIV.\u201d<\/a> Retrieved from The Children\u2019s Society, accessed on 6 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Together We Can. (2020, October 31). <a href=\"https:\/\/www.tht.org.uk\/hiv-and-sexual-health\/about-hiv\/how-hiv-transmitted#:~:text=HIV%20is%20passed%20on%20through,by%20spitting%2C%20sneezing%20or%20coughing\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cHow HIV is transmitted.\u201d<\/a> Retrieved from Together We Can, accessed on 31 October 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNAIDS. (2023, August 31). <a href=\"https:\/\/www.unaids.org\/en\/resources\/fact-sheet#:~:text=AIDS%2Drelated%20deaths%20have%20been,1.8%20million%5D%20people%20in%202010\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cGlobal HIV &amp; AIDS statistics \u2013 fact sheet.\u201d<\/a> Retrieved from UNAIDS, accessed on 31 October 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNICEF East Asia and Pacific. (2021, December 1). <a href=\"https:\/\/www.unicef.org\/eap\/press-releases\/child-was-infected-hiv-every-two-minutes-2020-unicef\">\u201cA prolonged COVID-19 pandemic is deepening the inequalities that have long <\/a><a href=\"https:\/\/www.unicef.org\/eap\/press-releases\/child-was-infected-hiv-every-two-minutes-2020-unicef\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">driven<\/a><a href=\"https:\/\/www.unicef.org\/eap\/press-releases\/child-was-infected-hiv-every-two-minutes-2020-unicef\"> the HIV epidemic, UNICEF warns ahead of world AIDS day.\u201d<\/a> Retrieved from UNICEF East Asia and Pacific, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNICEF East Asia and Pacific. (n,d). <a href=\"https:\/\/www.unicef.org\/eap\/what-we-do\/hiv-aids\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cHIV\/AIDS for every child, end AIDS.\u201d<\/a> Retrieved from UNICEF East Asia and Pacific, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNICEF. (2018, December). \u201cChildren, HIV and AIDS regional snapshot: Latin America and the Caribbean.\u201d Retrieved from UNICEF, accessed on 2 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNICEF. (2019, November 26). <a href=\"https:\/\/data.unicef.org\/resources\/children-hiv-and-aids-global-and-regional-snapshots-2019\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cChildren, HIV and AIDS.\u201d<\/a> Retrieved from UNICEF Data, accessed on 1 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">UNICEF. (2023, July). <a href=\"https:\/\/data.unicef.org\/topic\/hivaids\/global-regional-trends\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cGlobal and regional trends.\u201d<\/a> Retrieved from UNICEF Data, accessed on 1 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">World Health Organization. (2023). <a href=\"https:\/\/www.who.int\/data\/gho\/data\/themes\/hiv-aids#:~:text=Globally%2C%2039.0%20million%20%5B33.1%E2%80%93,considerably%20between%20countries%20and%20regions\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cGlobal health observatory.\u201d<\/a> Retrieved from World Health Organization, accessed on 31 October 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Yosef, T., Assefa, T., &amp; Zinabie, H. (2023, April 4). <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2405844023025082\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201cPsychological impacts of orphanhood in Southwest Ethiopia.\u201d<\/a> Volume 9, issue 4. Retrieved from Science Direct, accessed on 5 November 2023.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Zinyemba, T., Pavlova, M., &amp; Groot, W. (2019, November 22). <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/joes.12345\">\u201cEffects of HIV\/AIDS on children\u2019s education attainment: A systemic literature<\/a><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/joes.12345\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <\/a><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/joes.12345\">review.\u201d<\/a> Retrieved from Journal of Economic Surveys, accessed on 1 November 2023.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und sein schwerstes Stadium &#8211; das erworbene Immunschw\u00e4chesyndrom (AIDS) &#8211; betreffen weltweit 39 Millionen Menschen (UNICEF, 2023). Davon sind 2,58 Millionen junge Menschen unter 19 Jahren (UNICEF, 2019). 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