{"id":5443,"date":"2015-11-02T08:58:33","date_gmt":"2015-11-02T08:58:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.humanium.org\/de\/?page_id=5443"},"modified":"2025-12-05T16:53:20","modified_gmt":"2025-12-05T16:53:20","slug":"indien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.humanium.org\/de\/indien\/","title":{"rendered":"Kinderrechte in Indien verwirklichen"},"content":{"rendered":"<h1>Kinderrechte in Indien verwirklichen<\/h1>\n<h2>Indien auf einen Blick<\/h2>\n<p>Indien ist eine Bundesrepublik in S\u00fcdasien, die 29 Bundesstaaten umfasst und deren Hauptstadt New Delhi ist.\u00a0Indien grenzt an <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/pakistan\/\">Pakistan<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/china\/\">China<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/kinder-in-nepal\/\">Nepal<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/bhutan\/\">Bhutan<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/kinder-in-bangladesch\/\">Bangladesch<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/myanmar\/\">Myanmar<\/a> und hat eine gro\u00dfe Vielfalt an Br\u00e4uchen, Traditionen und Sprachen, wobei Hindi neben Englisch die Amtssprache der Union ist. Indiens derzeitige Bev\u00f6lkerung betr\u00e4gt 1,21 Milliarden Menschen, und es ist somit das zweitbev\u00f6lkerungsreichste und siebtgr\u00f6\u00dfte Land der Welt.\u00a0Es ist ein riesiges Land und geh\u00f6rt zu den f\u00fchrenden Entwicklungsl\u00e4ndern der Welt.\u00a0Trotzdem hat Indien in Bezug auf das Wirtschaftswachstum bemerkenswerte Fortschritte erzielt &#8211; im Durchschnitt waren es in den letzten f\u00fcnf Jahren 7,3% PIB Wachstum &#8211;\u00a0dennoch ist das Land weiterhin mit \u00e4hnlichen Herausforderungen konfrontiert wie andere BRICS-L\u00e4nder (BRICS = Brasilien, Russland, Indien, China und S\u00fcdafrika): N\u00e4mlich mit hohen Wachstumsraten einerseits, die andererseits von anhaltender Armut und Ungleichheit begleitet werden, zumeist in den l\u00e4ndlichen Regionen.\u00a0Diese Ungleichheit wird in dem geringen Grad an menschlicher Entwicklung innerhalb der am meisten marginalisierten Gruppen deutlich, wie zum Beispiel den Kasten, der indigenen\u00a0St\u00e4mme\u00a0und\u00a0Volksgruppen, der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung, der Frauen, Transgender-Menschen mit HIV und Migranten.\u00a0Trotz der erheblichen Fortschritte Indiens bei der Bek\u00e4mpfung der Armut, des Zugangs zu Bildung, und der Bek\u00e4mpfung von HIV, sind die bisherigen Ergebnisse uneinheitlich.\u00a0Das hei\u00dft auch, dass Kinder in Indien nach wie vor mit einigen der h\u00e4rtesten Bedingungen auf der Welt konfrontiert sind, wie Unterern\u00e4hrung, Kinderarbeit, durch Erwachsene erzwungenes Betteln.. Kinderkrankheiten wie z.B. Durchfallerkrankungen grassieren.<\/p>\n<h2>Status der Kinderrechte<\/h2>\n<p>In Indien leben 472 Millionen Kinder, solche von unter 18 Jahren, was 39% der Gesamtbev\u00f6lkerung des Landes ausmacht.\u00a0Ein gro\u00dfer Prozentsatz, n\u00e4mlich 29% hiervon, sind Kinder zwischen 0 und 6 Jahren.\u00a0Dar\u00fcber hinaus leben 73% der Kinder in Indien in l\u00e4ndlichen Gebieten, und grundlegende Bed\u00fcrfnisse wie Ern\u00e4hrung, Gesundheitsversorgung, Erziehung und Schutz, sind oft nur begrenzt gedeckt.\u00a0Der hohe Prozentsatz von Kindern in l\u00e4ndlichen Gebieten wirkt sich h\u00e4ufig negativ auf ihren Zugang zu fundamentalen Rechten aus.\u00a0Die indische Kommission zum Schutz der Kinderrechte (Verordnung von 2005, ge\u00e4ndert 2006) hat die Rechte der Kinder in Indien gest\u00e4rkt,\u00a0insbesondere die Beseitigung von Kinderarbeit und den Schutz von Kindern und Jugendlichen.\u00a0Das Mandat der Kommission besteht darin, &#8222;sicherzustellen, dass alle Gesetze, Strategien, Programme und Verwaltungsmechanismen mit den in der Verfassung Indiens verankerten Perspektiven der Kinderrechte und der 1989 verabschiedeten UN-Konvention \u00fcber die Rechte des Kindes in Einklang stehen.&#8220; Die F\u00f6rderung der Kinderrechte ist in Indien eindeutig eine Regierungspriorit\u00e4t, die auch in der Verfassung verankert und gesetzlich gesch\u00fctzt ist.\u00a0Trotzdem ist es in Indien weiterhin eine Herausforderung, dass die Kinderrechte verwirklicht werden, insbesondere bez\u00fcglich des Zugangs zu Erziehung und dem Problem der Zwangsarbeit und der Kinderehen, darauf legt Humanium seinen Fokus in Indien.\u00a0Da 39% der 1,21 Milliarden Einwohner Indiens Kinder sind, ist die Realisierung dieser fundamentalen Rechte unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<h2>Kindersensibler sozialer Schutz<\/h2>\n<p>Um die Armut von Kindern und Familien zu verringern, Ungleichheiten zu beseitigen und Kinderrechte zu verwirklichen, ist sozialer Schutz erforderlich.\u00a0Dar\u00fcber hinaus ist es wichtig, dass Sozialschutzprogramme Schwachstellen reduzieren, indem sie die positiven Auswirkungen f\u00fcr Kinder optimieren und m\u00f6glichst nachteilige Folgen minimieren.\u00a0Der kindersensible Sozialschutz bietet die M\u00f6glichkeit chronische Armut, soziale Ausgrenzung und \u00e4u\u00dfere Schocks zu bek\u00e4mpfen, die Kinder zumeist irreversibel betreffen.\u00a0Dies ist besonders wichtig f\u00fcr die Kinder, die in l\u00e4ndlichen Gebieten leben und durch ihre Lebensbedingungen oft gr\u00f6\u00dferen Risiken ausgesetzt sind.\u00a0Da nur 27% der indischen Kinder in st\u00e4dtischen Gebieten leben, aber 73% in l\u00e4ndlichen Gebieten, ist es wichtig, den Zugang zu Sozialschutzprogrammen f\u00fcr Kinder zu erweitern.\u00a0Daher werden in Indien kindersensibler Sozialschutz (CSSP Programmes) neben Humanium und Hand in Hand Indien, unser Partner, auch durch\u00a0Save the Children, UNICEF, und das Ministerium f\u00fcr Sozialschutz unterst\u00fctzt.\u00a0Ziel ist die F\u00f6rderung und Verwirklichung der Kinderrechte, indem sichergestellt wird, dass Sozialschutzma\u00dfnahmen zu sinnvollen Investitionen in Kinder f\u00fchren<\/p>\n<h3>Index der Realisierung von Kinderrechten<\/h3>\n<h3>Indikatoren<\/h3>\n<p>Ein Indikator ist\u00a0ein spezifisches, beobachtbares und messbares Merkmal, das Ver\u00e4nderungen oder den Fortschritt eines Programms aufzeigt.\u00a0Humanium verwendet\u00a0Schl\u00fcsselindikatoren um weltweit die Situation der Kinderrechte zu \u00fcberwachen.\u00a0Dies wird im Index zur Realisierung der Kinderrechte dargestellt.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Auf die Bed\u00fcrfnisse von Kindern eingehen<\/h2>\n<h3>Recht auf Gesundheit<\/h3>\n<p>Der Zugang zu Gesundheit ist ein Schl\u00fcsselindikator um die Rechte von Kindern zu verwirklichen.\u00a0In Indien sterben fast 1 Million Kinder unter f\u00fcnf Jahren, das sind sch\u00e4tzungsweise 39 Todesf\u00e4lle pro 1000 Lebendgeburten.\u00a0Frauen und Kinder sind am meisten vom schlechten Zugang zu Gesundheitsdiensten betroffen, wie zum Beispiel der Schwangerschaftsvorsorge und der Neugeborenen Pflege. Nur jede dritte indische Frau hat w\u00e4hrend ihrer Schwangerschaft regelm\u00e4\u00dfige Untersuchungen und\u00a0in l\u00e4ndlichen Gebieten werden maximal 37% der Geburten von qualifiziertem Gesundheitspersonal unterst\u00fctzt.\u00a0Indien hat mehr als 204 Millionen unterern\u00e4hrte Menschen und indische Kinder sind nach wie vor am st\u00e4rksten betroffen, was bedeutet, dass bis zu 39% der Kinder von Wachstumsst\u00f6rungen betroffen sind.\u00a0Aus diesem Grunde hat die Regierung eine umfangreiche nationale Kampagne initiiert, um die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Bedeutung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ern\u00e4hrung aufzukl\u00e4ren. F\u00fcr Kinder besteht au\u00dferdem ein hohes Risiko mit HIV infiziert zu werden (3700 Neuinfektionen bei Kindern), und es mangelt an sauberem Trinkwasser und an angemessenen sanit\u00e4ren Einrichtungen.\u00a0Dies geht darauf zur\u00fcck, dass Gesundheitsdienstleistungen ungleich verteilt sind, was sich besonders auf Frauen und Kinder in l\u00e4ndlichen Gebieten auswirkt.<\/p>\n<h3>Recht auf Erziehung<\/h3>\n<p>Der Zugang zu Erziehung bleibt ein sehr problematisches und wichtiges Hindernis f\u00fcr die Verwirklichung der Kinderrechte in Indien.\u00a0Indien hat mit 287 Millionen Erwachsenen die weltweit gr\u00f6\u00dfte Zahl von Analphabeten, was gleichzeitig 37% aller Analphabeten auf der Welt entspricht. Obwohl die Alphabetisierungsrate in Indien zwischen 1991 und 2006 um 15% gestiegen ist, blieb aufgrund des anhaltenden Bev\u00f6lkerungswachstums die Gesamtzahl der Analphabeten nach wie vor hoch.\u00a0Trotz der Bem\u00fchungen Indiens 10,5% der gesamten Staatsausgaben f\u00fcr Erziehung und Bildung zu verwenden, bedeutet die Dezentralisierung, dass reiche Staaten viel mehr f\u00fcr Erziehung ausgeben k\u00f6nnen als \u00e4rmere Staaten.\u00a0Zum Beispiel gab ein reicher Staat wie Kerala 685 Dollar pro Person pro Jahr f\u00fcr Erziehung aus, w\u00e4hrend ein \u00e4rmerer Staat wie Bihar nur 100 Dollar ausgab. Dieses ungleiche Erziehungsangebot marginalisiert Kinder, vor allem diejenigen die in l\u00e4ndlichen Gebieten leben.<\/p>\n<p>Zudem besteht weiterhin das Problem der Diskriminierung im Zusammenhang mit dem Kastensystem und gegen\u00fcber Frauen, was Millionen junger Inder im Bildungssystem marginalisiert.\u00a0Trotzdem versucht die indische Regierung L\u00f6sungen zu finden um allen Indern, egal ob jung oder alt, qualitativ hochwertige Bildung zu erm\u00f6glichen und damit den Analphabetismus zu bek\u00e4mpfen.\u00a0Indien kann stolz darauf sein trotz der anhaltenden Probleme in seinem Bildungssystem erhebliche Fortschritte gemacht zu haben.<\/p>\n<p>Seit 2009 arbeitet Humanium in Indien zusammen mit lokalen Partnern um Kinderrechte umzusetzen. Dazu wurden spezielle Schulungszentren f\u00fcr ehemalige Kinderarbeiter eingerichtet, die sowohl \u201ekinderfreundliche D\u00f6rfer\u201c als auch verschiedene Hilfsprojekte f\u00f6rdern um damit die Weiterbildung zu erm\u00f6glichen.\u00a0Ziel dieser Projekte ist es, die Kinderarbeit durch Erziehung zu beenden, das Leben ganzer D\u00f6rfer in l\u00e4ndlichen Gebieten zu verbessern und finanzielle Hilfsprojekte zu schaffen, die jungen Menschen aus benachteiligten Familien eine Weiterbildung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h3>Das Recht zu leben<\/h3>\n<p>Die indische Verfassung von 1950 verb\u00fcrgt, dass &#8222;jeder das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit hat&#8220; und dass &#8222;niemandem sein Leben oder seine pers\u00f6nliche Freiheit genommen werden darf &#8230;&#8220;.\u00a0Trotzdem dieses Grundrecht in der Verfassung verankert ist, bleibt das Leben, das \u00dcberleben und die Entwicklung von Kindern in Indien ein Problem. Tausende Kinder verlieren t\u00e4glich ihr Leben, nicht nur aufgrund von Armut, sondern auch weil weibliche Kindst\u00f6tungen ungestraft ausge\u00fcbt werden.\u00a0Diese weiterhin bestehende kulturelle Praxis stellt die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr das Leben der indischen Kinder dar.\u00a0Tats\u00e4chlich sterben jeden Tag Tausende indische M\u00e4dchen vor der Geburt oder verlieren ihr Leben, weil sie von ihrer Familie nicht erw\u00fcnscht oder akzeptiert werden.\u00a0Es gibt mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass weiblicher Kindst\u00f6tungen fortbestehen, einschlie\u00dflich des Mitgiftsystems, das T\u00f6chter zu einer \u201eunerschwinglichen wirtschaftlichen Belastung macht\u201c. Das f\u00fchrt dazu, dass viele indische Familien sich zur selektiven Abtreibung des weiblichen F\u00f6tus entscheiden.\u00a0Noch alarmierender ist es, dass wenn die Geburt des Kindes unvermeidlich ist, Familien die Babys durch Ertrinken, Vergiftung, oder Ersticken t\u00f6ten, oder sie vors\u00e4tzlich vernachl\u00e4ssigen damit sie sterben. Die Realit\u00e4t ist erschreckend: weltweit werden 117 Millionen M\u00e4dchen durch selektive Sexualabbr\u00fcche demographisch vermisst, und in Indien finden jede Minute 9 Abtreibungen weiblicher F\u00f6ten statt.\u00a0Aufgrund dessen rangiert Indien auf Rang vier der L\u00e4nder, bei denen das Geschlechterverh\u00e4ltnis von 112 M\u00e4nnern pro 100 Frauen am h\u00f6chsten liegt.<\/p>\n<h3>Recht auf Schutz und Meinungsfreiheit<\/h3>\n<p>In Indien hat ein Kind das Recht, zu Hause und anderswo vor Vernachl\u00e4ssigung, Ausbeutung und Missbrauch gesch\u00fctzt zu werden.\u00a0Das bedeutet zum Beispiel das Recht auf Schutz vor Gewalt, vor Vernachl\u00e4ssigung, vor kommerzieller sexueller Ausbeutung, vor Menschenhandel, vor Kinderarbeit und sch\u00e4dlichen traditionellen Praktiken.\u00a0Laut einer Studie der Regierung von 2007 sind jedoch mehr als 69% der Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren Opfer von Misshandlungen und viele sind t\u00e4glich Erniedrigung und Gewalt ausgesetzt.<\/p>\n<p>Mehr als die H\u00e4lfte der Kindesmisshandlungen wird von einer kleinen Gruppe von Menschen begangen, die ein Vertrauensverh\u00e4ltnis zu dem Kind haben oder in einer Autorit\u00e4tsposition sind.\u00a0In indischen Familien haben Eltern absolute Autorit\u00e4t \u00fcber ihre Kinder.\u00a0Dar\u00fcber hinaus ist diese strikte Disziplin auch in akademischen Bereichen zu finden; eine Studie ergab, dass 65% der Schulkinder k\u00f6rperlichen Bestrafungen durch das akademische Personal ausgesetzt waren. Ein zus\u00e4tzliches Problem ist, dass die kulturellen Werte in Indien den Worten und Meinungen von Kinder nicht viel Wert beimessen und dieses Recht in keiner indischen\u00a0Gesetzgebung ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt wird; au\u00dferdem betont die Erziehung das Kinder Erwachsenen Respekt zeigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Um das Recht der Kinder auf Schutz voll zu verwirklichen ist es wichtig, eine andere Haltung gegen\u00fcber Kindern und ihren Bed\u00fcrfnissen zu erreichen.\u00a0Au\u00dferdem ist es notwendig, dass in die Aufkl\u00e4rung und Schulung der\u00a0Bezugspersonen\u00a0investiert wird und Verst\u00f6\u00dfe gegen die Rechte und den Kinderschutz verfolgt werden. Trotz der Tatsache, dass der zweite Artikel der UN-Konvention das Recht des Kindes bez\u00fcglich sexueller Orientierung gew\u00e4hrleistet, war\u00a0In Indien die LGBTQ+ Gemeinschaft (Lesbierinnen, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queer) immer eine Zielscheibe der Diskriminierung.\u00a0Dies ist haupts\u00e4chlich die Folge eines 157 Jahre alten Gesetzes aus der Kolonialzeit (Artikel 377), aufgrund dessen bestimmte sexuelle Handlungen mit bis zu 10 Jahren Gef\u00e4ngnis bestraft werden k\u00f6nnen. Dieses Gesetz beraubt\u00a0nicht nur LGBTQ+ Kinder und Jugendliche ihrer Grundrechte, sondern setzt sie dem Mobbing, der Bel\u00e4stigung, Isolation und Gewalt aus. In einer historischen Entscheidung hat der Oberste Gerichtshof Indiens entschieden, dass gleichgeschlechtlicher Sex nicht l\u00e4nger eine Straftat ist und damit ein Urteil aus dem Jahr 2013 aufgehoben, welches das als Artikel 377 bekannte Gesetz best\u00e4tigt hatte. Das Gericht hat somit Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung als Verletzung der Grundrechte anerkannt.\u00a0Des Weiteren erkl\u00e4rte das Gericht: &#8222;Der Staat hatte kein Recht, das Privatleben von Mitgliedern der LGBT-Gemeinschaft zu kontrollieren, und das Recht auf sexuelle Orientierung ist dem Recht auf Privatsph\u00e4re gleichgestellt&#8220;. In Indien stellt\u00a0dieses Urteil einen gro\u00dfen Sieg f\u00fcr die LGBTQ+ Gemeinschaft dar\u00a0und gibt weltweit die Hoffnung, dass Ver\u00e4nderungen in L\u00e4ndern, in denen Homosexualit\u00e4t noch immer unter Strafe steht, m\u00f6glich sind.<\/p>\n<h3>Recht auf Registrierung und Identit\u00e4t<\/h3>\n<p>Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verwirklichung des Rechts eines Kindes auf Identit\u00e4t und Registrierung.\u00a0Indien leidet unter einer der h\u00f6chsten Nichtregistrierungsraten der Welt und\u00a0nur 41% der Geburten werden registriert.\u00a0Hierbei besteht ein gro\u00dfer Unterschied zwischen Stadt und Land: 59% der Kinder unter f\u00fcnf Jahren sind in der Stadt registriert, w\u00e4hrend es in l\u00e4ndlichen Gebieten nur 35% sind. Dies hat ernste Folgen f\u00fcr diese Kinder, da sie nicht von kindersensiblen Sozialschutzdiensten und -programmen profitieren k\u00f6nnen und in den Augen der Gesellschaft nicht sichtbar sin.<\/p>\n<h2>Risikofaktoren\u00a0\u2192\u00a0L\u00e4nderspezifische Herausforderungen<\/h2>\n<h3>Armut und Zugang zu Wasser<\/h3>\n<p>Indien verzeichnet seit 1991 ein starkes Wirtschaftswachstum. Diese spektakul\u00e4re Entwicklung gibt Hoffnung in Bezug auf Menschenrechte und soziale Entwicklung.\u00a0Tatsache ist jedoch, dass aufgrund der gro\u00dfen Bev\u00f6lkerungszahlen viele Menschen in Indiens weiterhin in gro\u00dfer Armut leben.\u00a0Das Land leidet unter gro\u00dfen Ungleichheiten zwischen verschiedenen Regionen und Bev\u00f6lkerungsgruppen und\u00a0Kinder sind am st\u00e4rksten von Armut und sozialer Ungleichheit betroffen.\u00a0Ein wesentlicher Faktor f\u00fcr Armut ist der Mangel an sauberem Wasser.\u00a0Dies ist f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch und die Landwirtschaft notwendig; au\u00dferdem zur Bek\u00e4mpfung von Krankheiten, die durch unzureichende sanit\u00e4re Einrichtungen verursacht werden, was f\u00fcr Kinder t\u00f6dliche Auswirkungen haben kann. Obwohl 96% der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung Zugang zu sauberem Wasser haben, leben 73% der indischen Kinder in l\u00e4ndlichen Gebieten, wo der Zugang zu Trinkwasser nach wie vor ein erhebliches Problem darstellt und 20% der Bev\u00f6lkerung nur beschr\u00e4nkten Zugang zu Trinkwasser haben.\u00a0Infolgedessen sind Kinder in l\u00e4ndlichen Gebieten gesundheitlichen Problemen am st\u00e4rksten ausgesetzt. Dar\u00fcber hinaus bedeutet der mangelnde Zugang zu sauberem Wasser, dass Kinder in ungesunden Verh\u00e4ltnissen aufwachsen, da es weder in H\u00e4usern noch Schulen grundlegende Hygieneeinrichtungen gibt.\u00a0Die Bek\u00e4mpfung der Armut, der ungleichen Verteilung von Wasser und anderer sozialer Ungleichheiten, ist f\u00fcr die Verwirklichung der Kinderrechte von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<h3>Kinderarbeit<\/h3>\n<p>In den letzten Jahren hat Indien sich bem\u00fcht die Kinderarbeit zu bek\u00e4mpfen. Wesentliche Faktoren, die zu diesem Problem beitragen, sind der Mangel an Nahrung, hohe Armut, sowie soziale und wirtschaftliche Umst\u00e4nde. Weitere Faktoren sind das fehlende Verst\u00e4ndnis bez\u00fcglich der sch\u00e4dlichen Auswirkungen von Kinderarbeit, sowie der fehlende Zugang zu grundlegender und sinnvoller, qualitativ hochwertiger Bildung und allgemeinen\u00a0Aus-\u00a0und Weiterbildungspraktiken.<\/p>\n<p>Eine unl\u00e4ngst durchgef\u00fchrte Analyse der Volksz\u00e4hlungsdaten in Indien zeigt, dass die Kinderarbeit in den letzten zehn Jahren insgesamt nur um 2,2 Prozent pro Jahr gesunken ist.\u00a0Au\u00dferdem hat die Kinderarbeit in st\u00e4dtischen Gebieten um mehr als 50 Prozent zugenommen. Kinder unter 14 Jahren hacken oft ganzt\u00e4gig Pflastersteine, n\u00e4hen Schuhe und Fu\u00dfb\u00e4lle, rollen Zigaretten und R\u00e4ucherst\u00e4bchen, sticken Kleidung, verpacken, kleben Etiketten auf, oder arbeiten im Handwerk. Dies sind nur einige Beispiele, und der Grund f\u00fcr Kinderarbeit ist oft die Arbeitslosigkeit oder der niedrige Verdienst der Eltern, was dazu f\u00fchrt, dass Kinder zum Haushaltseinkommen beitragen m\u00fcssen. Kinder die zwangsarbeiten m\u00fcssen anstatt eine Ausbildung zu genie\u00dfen, haben nicht die M\u00f6glichkeit,\u00a0sich k\u00f6rperlich, geistig, emotional\u00a0und psychologisch zu entwickeln. Indien hat eine der j\u00fcngsten Bev\u00f6lkerungen der Welt, aber mehr als 42,7 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Kindesmissbrauch<\/h3>\n<p>Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist eine in Indien sehr verbreitete dunkle Realit\u00e4t, die das Wohlergehen von Kindern stark beeintr\u00e4chtigt. Statistiken zeigen, dass alle 15 Minuten ein Kind sexuell missbraucht wird. Forschungsergebnisse machen deutlich, dass sich Straft\u00e4ter in zwei Gruppen einteilen lassen:\u00a0die erste Gruppe besteht zu etwa 60% aus offiziell bekannten Straft\u00e4tern ohne sexuelle Pr\u00e4ferenzen, welche Kinder aus verschiedenen Gr\u00fcnden sexuell missbrauchen. Die andere Gruppe zeigt eine eindeutige sexuelle Pr\u00e4ferenzst\u00f6rung, n\u00e4mlich P\u00e4dophilie.<\/p>\n<p>Der Weg in die kommerzielle Sexarbeit basiert auf individuellen Faktoren, wie ein schlechter sozio\u00f6konomischer Status, der Tod eines Elternteils oder Ehemanns, und als Kind eines kommerziellen Sexarbeiters geboren zu werden.\u00a0Weitere Risikofaktoren sind fr\u00fchkindliche Erfahrungen von sexuellem Missbrauch und der famili\u00e4re Kontakt mit pornographischen Darstellungen, das Fehlen einer angemessenen Familienunterst\u00fctzung, und eine famili\u00e4re und pers\u00f6nliche Vorgeschichte von psychischen Erkrankungen. Dar\u00fcber hinaus wurden auf Gemeinschaftsebene auch mangelnde sanit\u00e4re Einrichtungen und unzureichende Sicherheit von Frauen als weitere Risikofaktoren f\u00fcr sexuellen Missbrauch genannt.\u00a0Die Folgen des sexuellen\u00a0Missbrauchs\u00a0von\u00a0Kindern lassen sich in Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, auf die k\u00f6rperliche Gesundheit, auf Verhaltensweisen und auf das Sozialverhalten einteilen.\u00a0Kinder, die sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind, haben ein hohes Risiko f\u00fcr psychiatrische St\u00f6rungen, einschlie\u00dflich Zwangsst\u00f6rungen, Selbstmordverhalten und Depressionen.<\/p>\n<h3>Kinderhochzeit<\/h3>\n<p>Der Prozentsatz der M\u00e4dchen in Indien, die unter dem Alter von 16 Jahren sowie unter 18 Jahren heirateten, ging im Zeitraum von 20 Jahren (1992-2012) zur\u00fcck, und das Durchschnitts-Heiratsalter betr\u00e4gt 16,6 Jahre.\u00a0Es gibt Hinweise darauf, dass Kinderarbeit das Risiko einer Kinderehe erh\u00f6hen kann. Au\u00dferdem wirkt sich die Kinderheirat auf die Schulbildung aus: im Alter von 15 Jahren waren nur 40 Prozent der verheirateten M\u00e4dchen in der Schule eingeschrieben, verglichen mit 86 Prozent der M\u00e4dchen, die im Alter von 18 Jahren unverheiratet waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinderrechte in Indien verwirklichen Indien auf einen Blick Indien ist eine Bundesrepublik in S\u00fcdasien, die 29 Bundesstaaten umfasst und deren Hauptstadt New Delhi ist.\u00a0Indien grenzt an Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Bangladesch und Myanmar und hat eine gro\u00dfe Vielfalt an Br\u00e4uchen, Traditionen und Sprachen, wobei Hindi neben Englisch die Amtssprache der Union ist. 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