{"id":7367,"date":"2016-11-22T15:05:48","date_gmt":"2016-11-22T15:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.humanium.org\/de\/?page_id=7367"},"modified":"2025-12-05T17:15:35","modified_gmt":"2025-12-05T17:15:35","slug":"vereinigten-arabischen-emiraten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.humanium.org\/de\/vereinigten-arabischen-emiraten\/","title":{"rendered":"Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten"},"content":{"rendered":"<h1>Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten<\/h1>\n<h2>Kinderrechte in den Vereinigten Arabischen Emiraten verwirklichen<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12654\" title=\"young girl of Emirates \u00a9 julie-quetier-Flickr\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/portrait-a-recadrer-julie-quetier-Flickr.gif\" alt=\"\" width=\"157\" height=\"200\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12655\" title=\"boy of Emirates \u00a9 julie-quetier-Flickr\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/portrait-garcon-julie-quetier-Flickr.gif\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"200\" \/><\/p>\n<p>Am 2. Dezember 1971 schlossen sich sechs Emirate mit halbautonomem Status (und im darauffolgenden Jahr das Emirat von Ra\u2019s al-Chaima) den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Der erste Pr\u00e4sident (der Emir von Abu Dhabi Zayed bin Sultan Al Nahyan) wurde 1971 gew\u00e4hlt und f\u00fchrte das Land bis zu seinem Tod 2004 in die Moderne. Er investierte die Gewinne aus der \u00d6lindustrie in den Bau von Krankenh\u00e4user, Schulen, in den Wohnungs- und Stra\u00dfenbau. Hierdurch verwandelte er in weniger als 40 Jahren einen \u00f6den Landstrich in einen Staat, der nun zu den reichsten der Welt z\u00e4hlte.<\/p>\n<h3>Hauptprobleme, vor denen Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten\u00a0stehen:<\/h3>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/recht-auf-identitat\/\">Staatsb\u00fcrgerschaft<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/staatenlos-und-unsichtbar\/\">Staatenlosigkeit<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12657\" title=\"\u00a9 efatima-flickr\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/droit-a-la-nationalite-efatima-flickr.gif\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"200\" \/>In den Vereinigten Arabischen Emiraten besitzen nur 825.000 von \u00fcber vier Millionen Einwohnern die Staatsb\u00fcrgerschaft. Die Vereinten Nationen sind besorgt, weil Nichtstaatsb\u00fcrgern grundlegende Rechte verwehrt bleiben. Besorgniserregend erscheint auch, dass Kindern aus Mischehen zwischen Emiratis und Ausl\u00e4ndern die Staatsb\u00fcrgerschaft der Emirate verweigert wird.<\/p>\n<p>Dem Sonderberichterstatter wurde zugetragen, dass Beduinen wegen ihrer Staatenlosigkeit gro\u00dfer Diskriminierung ausgesetzt sind. Dies betrifft vor allem den Zugang zum Gesundheitssystem, Schulwesen, Sozialsystem, Arbeit, Beh\u00f6rden und Justiz. Die Diskriminierung h\u00e4ngt von Emirat ab, in dem die Bindungen wohnen. Des Weiteren wurde dem Sonderberichterstatter mitgeteilt, dass einer staatenlosen, schwangeren Frau die Aufnahme in ein Krankenhaus verweigert wurde, weil sie keine g\u00fcltige Krankenkarte hatte. Bisher waren f\u00fcr Bindungen ausgestellte Krankenkarten vier Jahre g\u00fcltig und man konnte sie ohne weiteres verl\u00e4ngern lassen. Die G\u00fcltigkeit wurde nun auf nur ein Jahr beschr\u00e4nkt und einigen Beh\u00f6rden sollen gar die Verl\u00e4ngerung der Karte nicht vorgenommen haben.<br \/>\nIn einem anderen Fall wurde ein Beduinenkind von einer Schule abgelehnt, obwohl alle seine Br\u00fcder und Schwestern bereits dort eingeschult worden waren. Die Schulleitung erkl\u00e4rte, dass man keine Beduinen kinder mehr aufnehmen k\u00f6nne. Dem Sonderberichterstatter wurde mitgeteilt, dass Beduinen eine Arbeitsstelle in den Bundesbeh\u00f6rden verweigert wurde. Bindungen k\u00f6nnen nur in der unteren Ebene der \u00f6ffentlichen Verwaltung arbeiten, wo sie 10-mal weniger verdienen als Emiratis. Au\u00dferdem erhalten Beduinen keine Sozialhilfe. Diese steht nur Emiratis sowie im Land lebenden ausl\u00e4ndischen Gastarbeitern und deren Familien zu.<br \/>\nStaatsb\u00fcrger der VAE haben Recht auf Land und kostenlose Schulbildung, sowie auf kostenlose Behandlung im Krankheitsfall. Nahrungsmittel und Benzin werden subventioniert. Weiterhin vergibt der Staat an verheiratete Emiratis zinsfreie Immobiliendarlehen und bis zu 19000 USD bei der Eheschlie\u00dfung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/recht-bildung\/\"><strong>Bildung<\/strong><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12658\" title=\"Young girls going to school \u00a9 lola-cha-flickr\" src=\"https:\/\/www.humanium.org\/en\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/jeunes-filles-allant-a-l-ecole-lola-cha-flickr-300x224.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Bildung ist zweifelsohne eines der wirksamsten Mittel, um den Zusammenhalt zu f\u00f6rdern und eine tolerante Gesellschaft zu schaffen, in welcher alle Kinder unterrichtet werden k\u00f6nnen und sie lernen, als verschiedene ethnische, nationale oder religi\u00f6se Gruppen friedlich zusammenleben. Das \u00f6ffentliche Schulsystem sollte die soziale und kulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln und f\u00f6rdern. Der Sonderberichterstatter ist davon \u00fcberzeugt, dass die Zukunft einer jeden Gesellschaft von deren Schulwesen bestimmt wird. Dabei ist entscheidend, dass in der Schule ein wirkliches Verst\u00e4ndnis und eine Achtung f\u00fcr die kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit in der Gesellschaft vermittelt werden.<br \/>\nViele ausl\u00e4ndische Gastarbeiter kommen mit ihren Familien ins Land. Dies stellt eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr das \u00f6ffentliche Schulsystem der Emirate in Bezug auf Aufnahmef\u00e4higkeit und soziale Integration dar. Auch wegen der Sprachbarriere, kann das \u00f6ffentliche Bildungssystem einen so gro\u00dfen Anteil von Ausl\u00e4ndern nicht aufnehmen. Dem Sonderberichterstatter wurde mitgeteilt, dass ausl\u00e4ndische Gemeinden eigene Schulen mit eigenen Schulpl\u00e4nen bauen k\u00f6nnen. Beamte der Regierung teilten mit, dass die Ausl\u00e4nder nur zeitweise in den Vereinten Arabischen Emiraten leben w\u00fcrden. Private Schulen sind dahingehend von Vorteil, da die Kinder sich bei der R\u00fcckkehr in ihr Heimatland schneller wieder in ihrem Schulsystem zurechtfinden. Die Regierung stellt in den meisten F\u00e4llen F\u00f6rdermittel f\u00fcr Bau und Instandhaltung der privaten Schulen bereit. Der Sonderberichterstatter begr\u00fc\u00dft die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der ausl\u00e4ndische Schulen und weist darauf hin, dass damit den ausl\u00e4ndischen Gemeinden eine enge Verbindung mit dem Heimatland erm\u00f6glicht werde. Verst\u00e4ndlicherweise schicken die meisten Eltern ihre Kinder lieber in die Schule ihrer Gemeinschaft, damit die Kinder in ihrer Muttersprache sprechen und lernen k\u00f6nnen.<br \/>\nAls Folge der oben beschriebenen Bildungspolitik, sind Emirati Kinder und andere arabischsprechende Kinder, deren Eltern im \u00f6ffentlichen Dienst arbeiten, ins \u00f6ffentliche Schulsystem eingegliedert. Alle anderen ausl\u00e4ndischen Kinder besuchen die Schulen ihrer jeweiligen Gemeinschaft. Zwischen beiden Systemen besteht fast keine Durchl\u00e4ssigkeit. So wurde dem Sonderberichterstatter mitgeteilt, es g\u00e4be kein Gesetz, welches ausl\u00e4ndischen, nicht arabisch sprechenden Kindern den Zugang zum \u00f6ffentlichen Schulsystem verbietet. Berichten zufolge legen dar, dass es f\u00fcr diese Kinder faktisch unm\u00f6glich sei, in das \u00f6ffentliche Schulsystem zu wechseln. Der Sonderberichterstatter sch\u00e4tzt, dass diese Art von Bildungspolitik die soziale Integration in die Gesellschaft der Emirate verhindert. Viele Migranten kommen nicht in die Vereinigten Emirate um sich etwas aufzubauen und ein neues Leben zu beginnen. Vielmehr kommen sie um hier einige Jahre zu arbeiten und dann wieder in ihr Heimatland zur\u00fcckzukehren.<br \/>\nDem Sonderberichterstatter ist ersichtlich, dass derzeit nur wenige Anfragen von nichtarabischsprachigen Eltern vorliegen, die ihr Kind in eine \u00f6ffentliche Schule schicken wollen. Trotzdem empfiehlt er den Beh\u00f6rden, ihr Bildungssystem f\u00fcr Ausl\u00e4nder zu \u00f6ffnen, welche die arabische Sprache nicht beherrschen, so wie es schon seit 10 Jahren an den Universit\u00e4ten der Emirate praktiziert wird.<br \/>\nFr\u00fcher waren die Universit\u00e4ten nur Emiratis zug\u00e4nglich. Heute werden auch ausl\u00e4ndische Studenten aufgenommen. Der Sonderberichterstatter empfiehlt den Beh\u00f6rden dringend, ihre aktuelle Bildungspolitik zu \u00fcberdenken, um auch Kinder, die kein arabisch sprechen, in das \u00f6ffentliche System zu integrieren.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.humanium.org\/de\/kinderarbeit-2\/\">Kinderarbeit<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die Kinder, die in der Golfregion als Kameljockeys arbeiten, wurden in den meisten F\u00e4llen von ihren Familien verkauft. Manchmal waren sie nicht \u00e4lter als vier oder f\u00fcnf. Sie wurden ins Land gebracht, um unter schwierigen Lebensbedingungen zu leben und viele Stunden lang in einem gef\u00e4hrlichen Sport zu arbeiten. Zum f\u00fcnften Mal in Folge zeigt sich Anti Slavery International besorgt \u00fcber den Kinderhandel und die Ausbeutung der Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Kinder werden entf\u00fchrt, von ihren Eltern oder ihren Familien verkauft und danach unter falschem Vorwand ins Land geschleust, um dort als Kameljockey zu arbeiten. Die Kinder kommen gr\u00f6\u00dftenteils aus Pakistan, Indien und Bangladesch. Es wird auch vereinzelt von Kindern aus dem Sudan und Mauretanien berichtet.<\/p>\n<p>Die Kinder leben als Kameljockeys sehr gef\u00e4hrlich, manchmal ziehen sie sich schwere Verletzungen zu und manche sterben bei der Arbeit. Laut Zeugenberichten werden die Kameljockeys von den Menschenh\u00e4ndlern oft misshandelt und gefoltert. Die Kameleigent\u00fcmer geben ihnen nicht genug zu essen und schlagen sie. Da die Kinder von der Familie getrennt werden, im fremden Land niemanden kennen und die Sprache nicht beherrschen, k\u00f6nnen sie den Missbrauch nicht melden. Die Ausbeutung der Kinder und deren Missbrauch als Kameljockeys wurden von der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) und von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verboten. Nr. 29 \u00fcber Kinderarbeit, Nr. 138 \u00fcber das Mindestalter und Nr. 182 \u00fcber die schlimmsten Arten von Arbeit wurden von den VAE ratifiziert.<\/p>\n<p>Als die VAE die Konvention Nr. 138 ratifizierten, wurde das Mindestarbeitsalter auf 15 Jahren festgelegt. Auch Artikel 20 des Arbeitsgesetzbuches Nr. 8 (1980) untersagt die Besch\u00e4ftigung von Kindern unter 15 Jahren. Au\u00dferdem wird betont, dass die Besch\u00e4ftigung von Kindern als Kameljockeys laut Artikel 3 der Konvention eine gef\u00e4hrliche Arbeit darstellt und laut Artikel 138 der Internationalen Arbeitsorganisation ein Risiko f\u00fcr die Gesundheit und die Sicherheit des Kindes darstellt. Zu dieser Schlussfolgerung kamen 2001 die Kommission der ILO und eine Expertenkommission in ihrem Bericht von 2002. Diese beiden Kommissionen haben die Regierung der VAE darum gebeten, das Mindestarbeitsalter f\u00fcr Kameljockeys per Gesetz auf 18 Jahre anzuheben. Bis heute hat die Regierung nichts in dieser Hinsicht unternommen.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden Hinweise aufgef\u00fchrt, welche klar aufzeigen, dass in den VAE immer noch Kinder unter 15 Jahren als Kameljockey missbraucht werden und damit ihre Gesundheit und Sicherheit gef\u00e4hrden. Die Hinweise widersprechen dem Standpunkt der Regierung, die unterstreicht, dass es sich in den Berichten um Einzelf\u00e4lle handeln w\u00fcrde und die F\u00e4lle sich nicht in den VAE zugetragen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>1998 hatte Jasim Hossain Howlader Geld von Schleusern angenommen und zugestimmt, dass sein Sohn Naimul in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht wird um dort als Kameljockey zu arbeiten. Zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter, im Dezember 2000, wurde Naimul zur\u00fcck nach Bangladesch geschickt. Er litt an irreversiblen Nierenl\u00e4sionen, da er um leichter zu sein, viel zu wenig Wasser zu trinken bekam. Er wurde in das Krankenhaus von Dhaka gebracht, starb aber am 11. April 2001 \u2013 im Alter von 7 Jahren.<\/p>\n<p>Am 29. Mai 2001 meldete Ansar Burney, Pr\u00e4sident einer Menschenrechtsorganisation (dem Ansar Burney Welfare Trust International (ABWTI), dass am 13. Mai in al-Ain (Vereinigte Arabische Emirate) der 6-j\u00e4hrige, aus Pakistan stammende Amir Abbas nach einem Sturz vom Kamel starb. Als Amir Abbas 1999 mit seiner Familie in die Vereinigten Emirate kam, wurde dem Vater der Pass weggenommen. Amir und sein 7-j\u00e4hriger Bruder mussten als Kameljockeys arbeiten. Von Januar bis Mai 2001 konnte ABWTI 49 Kinderkameljockeys befreien.<\/p>\n<p>Ein Artikel der Presseagentur Xinhua vom 19. Dezember enth\u00e4lt Interviews mit 4 Jungen, die nach Bangladesch zur\u00fcckgef\u00fchrt worden waren. Sie berichteten, dass sie w\u00e4hrend ihrer Zeit als Kameljockeys in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlagen wurden und nicht ausreichend zu essen bekommen hatten. Der Artikel berichtet auch von einem 9-J\u00e4hrigen, der als Kameljockey ein Auge verlor.<br \/>\nDie Anw\u00e4lte einer Nichtregierungsorganisation, deren Sitz in Karachi liegt (Human Rights and Legal Aid), haben 2002 ein Dokument \u00fcber k\u00fcrzlich aus Dubai zur\u00fcckgekehrte Kinder erarbeitet. Darin wird beschrieben, wie die Kinder geschlagen und mit Elektroschocks gequ\u00e4lt wurden, wenn ihre Leistungen in den Rennen nicht zur Zufriedenheit ausfielen.<br \/>\nDiese Fallbeispiele sind Teil eines viel gr\u00f6\u00dferen Problems. Ansar Burney vom ABWTI sch\u00e4tzt, dass allein aus Pakistan jeden Monat etwa 30 Jungen in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht werden. Einem Bericht des Instituts f\u00fcr Frauen und Kinderstudien (Centre for Women and Children Studies) in Dhaka, Bangladesch, zufolge sollten in den 90er Jahren 1683 Jungen aus Bangladesch den Menschenh\u00e4ndlern zum Opfer gefallen sind. Der Bericht besagt, dass die \u00fcberwiegende Mehrheit dieser Jungen unter 10 Jahre war und dass die meisten wahrscheinlich als Kameljockey in den Golfstaaten missbraucht wurden. Der Bericht wurde mit Hilfe von Zeitungsausschnitten erstellt. In einer Studie welche von einem Juristenverband in Bangladesch durchgef\u00fchrt wurde, wird gesch\u00e4tzt, dass jedes Jahr bis zu 7000 Personen verschleppt werden.<br \/>\nDer Bericht des Au\u00dfenministeriums der USA \u00fcber die Wahrung von Menschenrechten in den Vereinigten Arabischen Emiraten von 2001 best\u00e4tigt, dass \u201eglaubhafte Berichte den fortw\u00e4hrenden Missbrauch von Jungen im Alter von 4 bis 10 Jahren als Kameljockey melden.\u201d<br \/>\nDer Bericht des Au\u00dfenministeriums betont, dass die meisten Leute, die Kameljockeys unter 15 Jahren besch\u00e4ftigen, dies ungestraft tun k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Gesetzgebung wird in einigen F\u00e4llen gegen Netze von kriminellen Schlepperbanden angewandt. Die \u201eEigent\u00fcmer\u201c und \u201eNutznie\u00dfer\u201c von Kindern, welche m\u00e4chtigen Familien angeh\u00f6ren, stehen jedoch \u00fcber dem Gesetz. Laut glaubhafter Quellen gab es mindestens 25 F\u00e4lle, in denen minderj\u00e4hrige Kameljockeys in ihr Heimatland zur\u00fcckgef\u00fchrt wurden. Die Kameleigent\u00fcmer wurden nicht strafrechtlich belangt, obwohl sie gegen das Arbeitsrecht versto\u00dfen hatten. Demzufolge besteht die Nachfrage nach Kinderjockeys weiterhin.<\/p>\n<p><strong><em>Schlussfolgerung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Obengenannte Angaben zeigen, dass jedes Jahr hunderte von Jungen verschleppt werden, um in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Kameljockeys zu arbeiten. Au\u00dferdem ist die Besch\u00e4ftigung von Kindern als Kameljockey unbestrittenerma\u00dfen eine gef\u00e4hrliche T\u00e4tigkeit, welche laut Artikel 3 des \u00dcbereinkommens Nr. 138 der ILO Erwachsenen vorbehalten bleiben sollte.<br \/>\nDie Gesetzgebung der Vereinigten Arabischen Emirate ist nicht nur ungen\u00fcgend, die Regierung unternimmt auch nicht die erforderlichen Schritte damit existierende Gesetze angewandt und die Verantwortlichen f\u00fcr den Handel mit Minderj\u00e4hrigen zur Rechenschaft gezogen werden.<br \/>\nDie vorausgehenden Informationen beziehen sich besonders auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Anti Slavery sorgt sich jedoch in den anderen Golfstaaten ebenfalls um als Kameljockeys missbrauchte Kinder. Es gibt beispielsweise einen 45-min\u00fctigen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2000\/2001, der vom in Katar ans\u00e4ssigen \u00fcber Satellit empfangbaren Sender Al-Jazeera ausgestrahlt wurde. Der Film, welcher in Katar spielt, zeigt offenbar Kinder auf Kamelen und wie sie st\u00fcrzen. Der zeigt auch die medizinische Indikation eines jungen asiatischen Kameljockeys, der sich nach einem Sturz schwerste Kopfverletzungen zugezogen hat, an denen er sp\u00e4ter starb.<br \/>\nAnti Slavery International begr\u00fc\u00dft, dass sich zum einen der Oberste Rat f\u00fcr Familie Katars 2001 bereiterkl\u00e4rte, die Sachlage zum Thema Kinderkameljockeys zu pr\u00fcfen und zum anderen die Regierung Katars sich dazu bereit erkl\u00e4rte, eine kostenlose Grundschulbildung f\u00fcr ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nAllerdings sind konkrete Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig, damit in Katar kein Kind unter 18 mehr als Kameljockey missbraucht werden kann.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang gibt Anti-Slavery International den Golfstaaten gegen\u00fcber deutlich zu verstehen, dass zusammenh\u00e4ngend mit der Kameljockey-Problematik folgende Empfehlungen eingesetzt werden sollen:<\/p>\n<p><em><strong>Empfehlungen<\/strong><\/em><br \/>\nAnti-Slavery bittet die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate eindringlich folgende Ma\u00dfnahmen zu ergreifen:<\/p>\n<p>1.Durchf\u00fchrung nicht angek\u00fcndigter Kontrollen, Wiedereingliederung von Kameljockeys, gegebenenfalls R\u00fcckf\u00fchrung in ihr Land. Die Regierung muss gew\u00e4hrleisten, dass die Verantwortlichen f\u00fcr den Menschenhandel und die Anstellung von Kameljockeys strafrechtlich verfolgt werden.<br \/>\n2.Anpassung der Rechtsvorschriften, welche die Anstellung von minderj\u00e4hrigen Kameljockeys unter 18 Jahren verbieten. Strafrechtliche Sanktionen bei Zuwiderhandlung.<br \/>\n3.Der Arbeitsgruppe sollen folgende Details \u00fcbermittelt werden: Zahl der Gerichtsprozesse, welche gegen Kinderkameljockey Besitzer gef\u00fchrt wurden, Zahl der schuldig gesprochenen und der seit 1998 verh\u00e4ngten Strafen.<br \/>\n4.Ratifizierung des UN-Protokolls zur Unterbindung und Bestrafung des Frauen- und Kinderhandels.<br \/>\n5.Regierung und eine Abordnung der ILO sollen einen Aktionsplan f\u00fcr ein Verbot von Kinderkameljockeys und f\u00fcr die Einhaltung der Konventionen Nr. 29, 138 und 182 erarbeiten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten Kinderrechte in den Vereinigten Arabischen Emiraten verwirklichen Am 2. Dezember 1971 schlossen sich sechs Emirate mit halbautonomem Status (und im darauffolgenden Jahr das Emirat von Ra\u2019s al-Chaima) den Vereinigten Arabischen Emiraten an. 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