Kinder in Costa Rica

Kinder in Costa Rica

Die Kinderrechte in Costa Rica

Costa Rica ist im Laufe der Jahre eines der Länder geworden, wo die Situation der Kinder eine der Besten ist. Einhaltung der internationalen Konventionen, Entfaltung des Kindes: Mittels zahlreicher Programme können sich die Kinder unter guten Konditionen entwickeln und aufwachsen. Trotz allem bestehen immer noch einige Probleme und diese müssen noch beseitigt werden: Zugang zu Versorgungsmöglichkeiten, vielschichtige Bildung, Kinderarbeit…

 Carte_costa_rica

 

Index der Realisierung von Kinderrechten: 8,54 / 10
Gelbe Stufe: Zufriedenstellende Situation

Population: 4,6 Millionen
Bevölk. 0-14: 23,8 %

Lebenserwartung: 79,9 Jahre
Kindersterblichkeitsrate: 9 ‰

 

Die Hauptprobleme, mit denen die Kinder in Costa Rica konfrontiert sind :

Armut

Jedes vierte Kind in Costa Rica lebt unterhalb der Armutsgrenze. Diese Schätzung zeigt, dass trotz einer relativ niedrigen Armutsrate in Costa Rica (16% der Bevölkerung sind davon betroffen) vor allem Kinder Opfer der Armut werden.

Die Kinderarmut zeichnet sich besonders durch das Nichteinhalten der Internationalen Kinderrechtskonvention aus, die von Costa Rica unterzeichnet wurde. So haben einige Kinder keinen Zugang zu Trinkwasser, einer gesunden Ernährung, Bildung, etc.

Recht auf Gesundheit

Infolge großer Anstrengungen im medizinischen Bereich ist Costa Rica das Land mit der höchsten Lebenserwartung in Lateinamerika geworden. Das Kinder- und Jugendrecht gibt an, dass « alle Minderjährigen direkt vom Staat und gratis medizinische Pflege in Anspruch nehmen können».

Trotz eines leistungsstarken Gesundheitssystems bestehen Probleme wie Kindersterblichkeit und Tod durch Kontaminierung mit dem HI-Virus weiterhin.

Von 1000 Kindern unter 5 Jahren, sterben nämlich 10. Davon sind oft zuerst die Kinder armer Familien und Kinder, die in abgelegenen Regionen wohnen, Opfer.

Und schließlich sind trotz einer reellen Entwicklung in diesem Bereich 0,2% der Bevölkerung in Costa Rica an HIV erkrankt. Die Information bei zukünftigen Müttern über die Weitergabe des Virus entwickelt sich, damit die Anzahl der infizierten Personen sich deutlich verringert.

Bildung

In Costa Rica ist der primäre Unterricht kostenlos und Pflicht. Das Schulsystem, das den Kindern geboten wird, ist guter Qualität und viele Kinder haben Zugang dazu. Trotzdem sind 8 % der Kinder nicht in der Schule. Ein großer Teil von ihnen kommt aus armen Familien oder von Urstämmen.

Außerdem gehen die Lehrkräfte mit den Kindern während der Kaffeeernte in den ärmsten Regionen arbeiten, damit Schulmaterialien gekauft werden können. Diese wirtschaftliche Benutzung der Kinder widerspricht der internationalen Kinderrechtskonvention.

Kinderarbeit

Costa Rica, ein großer Kaffeeproduzent, benutzt, viele Kinder, um die Kaffeeschoten zu sammeln. Man schätzt, dass ungefähr 5% der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben.

Diese Situation ist dramatisch, umso mehr, da die Schulferien immer dann sind, wenn auch die Kaffeebohnen geerntet werden, damit die Kinder dort arbeiten können. Sie haben normalerweise keine Wahl und müssen jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, um zur Plantage zu gehen, wenn sie sich Spielzeug, Kleidung oder Unterrichtsmaterialien kaufen möchten.

Diese wirtschaftliche Tätigkeit ist für die Kinder gesundheitsgefährdend, da sie eher dazu neigen, Atemwegserkrankungen oder andere Krankheiten zu entwickeln oder sich zu verletzen.

Gewalt gegenüber Kindern

Die Gewalt gegen Kinder in Costa Rica ist eines der schlimmsten sozialen Probleme der Region. Die Gewalt, denen die Kinder ausgesetzt sind, kann sowohl aus dem familiären als auch dem schulischen Bereich ausgestrahlt werden.

Die physische, psychologische oder auch sexuelle Gewalt bringt schlimme Folgen für die Gesundheit der Jugendlichen mit sich.

Die Anzahl der sexuellen Gewaltakte ist katastrophal: mehr als 700 Fälle sind 2009 gemeldet worden und viele sind wahrscheinlich noch unentdeckt.

Kinderhandel

Costa Rica ist mit einer großen Anzahl von Kindern konfrontiert, die Opfer von Kinderhandel sind. Die Kinder, hauptsächlich jene, die auf der Straße leben, sind empfänglich dafür, wirtschaftlich ausgebeutet zu werden.

Viele von ihnen zum Beispiel sind Opfer von Sextourismus, sie werden so von den Schiebern als reine Sexobjekte behandelt. Diesen armen und verwundbaren Kinder ist es oft nicht bewusst, welche Folgen diese Situation auf ihre psychologische und physische Gesundheit hat.

Obwohl die kommerzielle Ausbeutung von Kindern gesetzlich verboten ist, muss die Regierung Costa Ricas seine Programme erhöhen, um den Kindern zu helfen und sie zu verteidigen.

Einheimische Völker

Ungefähr 1,7% der Bevölkerung Costa Ricas ist autochton. Diese Minderheit wird von der wirtschaftlichen Entwicklung ausgeschlossen, aber auch von allen Diensten, die von der costa-ricanischen Bevölkerung angeboten werden.

Infolge dessen haben die Kinder auch keinen Zugang zu den allgemein anerkannten Rechten wie das Recht auf Bildung, auf Gesundheit, etc…

Zudem sind die Urstämme Opfer von Diskriminierung durch die Costa Ricaner, da sie eine andere Kultur leben. Kleine und Große müssen also kämpfen, um so ihre Welt zu schützen und ihre Kultur zu behalten.