Kinder in Simbabwe

Kinder in Simbabwe

Die Verwirklichung von Kinderrechten in Simbabwe

Dem Sozialwesen von Simbabwe ist es bisher noch nicht gelungen, den Kindern des Landes ihre Rechte zu garantieren – zum Beispiel den Zugang zum Gesundheitswesen, zu Bildung, Nahrung und Wasser: Diese Rechte werden ihnen täglich verwehrt!

 Carte_zimbabwe

Index der Realisierung von Kinderrechten:
5,92 / 10
Schwarz Stufe:
sehr Schwierige Situation

Bevölkerung: 13,2 Millionen
Bev. 0-14 Jahren: 40,6 %

Lebenserwartung: 59,9 Jahre
Kindersterblichkeit: 47 ‰

Die Hauptprobleme, mit denen die Kinder in Simbabwe konfrontiert sind:

Armut

Simbabwe ist eines der ärmsten Länder der Welt. Fast jeder zweite Einwohner lebt unter der Armutsgrenze. Gelegentlich gab es Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation im Land, aber der begrenzte Spielraum dieser Aufschwünge konnte die Armut in keinster Weise verringern.

Die Kinder in Simbabwe leiden am meisten unter den Gegebenheiten. Ihre Rechte auf Gesundheitsvorsorge, Ernährungt und Bildung bleiben im Großen und Ganzen ungeschützt. Daraus folgt, dass sie gezwungen sind, niedere Arbeit anzunehmen,um ihre Familien finanziell zu unterstützen.

Gesundheitsprobleme

Die Lebenserwartung von Neugeborenen in Simbabwe ist die zweitniedrigste der Welt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern ist außerordentlich hoch, obwohl nicht alle Fälle dokumentiert werden.

Epidemien sind hochansteckend und enden für die simbabwischen Kindern oft tödlich.Eine unverhältnismäßig hohe Zahl an Kindern stirbt beispielsweise an Masern.Epidemien sind hochansteckend und enden für die simbabwischen Kindern oft tödlich. Schlechte Hygiene und das Fehlen von Fürsorge tragen zu wiederholten und sich schnell ausbreitenden Epidemien bei. Außerdem weigern sich viele der Familien aus religiösen Gründen, ihre Kinder impfen zu lassen.

Die Verbreitung von AIDS im ganzen Land ist ein weiteres ernstes Problem. Viele Kinder sind vom Virus betroffen; einerseits durch physische Beschwerden der Krankheit und andererseits, weil sie durch die Krankheit zu Waisenkindern wurden. Die Verantwortung und Pflege der infizierten Personen, einschließlich der Kinder, ist so unzureichend in Simbabwe, dass viele Familien in die Nachbarstaaten ziehen, um dort von den besseren Untersuchungen und Behandlungen gegen AIDS zu profitieren.

Das Recht auf Wasser

Die Wasserversorgung in Zimbabwe soweit man von einer Versorgung mit sauberem und trinkbarem Wasser sprechen kann – ist nicht ausreichend für die Bedürfnisse der Bevölkerung.

Viele Familien, besonders in den ländlichen Gebieten, sind gezwungen, verschmutztes Wasser zu verwenden, das nicht die Kriterien von „Trinkwasser“ erfüllt.In manchen entlegenen Teilen des Landes sind die Menschen gezwungen, lange Wege auf sich zu nehmen, um an trinkbares Wasser heranzukommen. Diese Mängel haben schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder Chronischen Durchfall, Dehydration, Infekte und viele mehr.

Eine grundlegende Hygiene ist schwierig in Simbabwe, weil der Wasserverbrauch stark eingeschränkt werden muss.

Das Recht auf Nahrung

Mehr als ein Drittel aller simbabwischen Kinder unter 5 leidet an chronischer Mangelernährung. Die Folgen für ihre Gesundheit sind gravierend: verzögertes Wachstum und Entwicklung, Krankheit, Anämie…

Das Problem der Mangelernährung ist nicht leicht zu lösen. Durch die unzureichende Versorgung mit Nahrungsmitteln ist Simbabwe nicht in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren.

Simbabwes wirtschaftliche Situation, die durch plötzlich einsetzende Trockenheit erschwert wird, trägt regelmäßig zur schlechten Versorgung mit Nahrungsmitteln bei. Kinder leiden täglich unter Hunger und dessen Folgen. Ihr schieres Überleben ist bedroht, da sie ständig Gefahr laufen, zu verhungern.

Das Recht auf Bildung

Fast 15% der Kinder in Simbabwe gehen nicht zur Schule. Die Schulgebühren sind zu hoch für die meisten Familien. Deshalb müssen die meisten Kinder, auch wenn die an einer Schule angemeldet sind, ihre Schulbildung schnell wieder aufgeben.

Auch der Zustand und der Standard der Bildungseinrichtungen sind oft erbärmlich. Die meisten Lehrpersonen sind nicht qualifiziert und das Unterrichtsmaterial ist absolut unzureichend.

Das Bildungssystem kann daher den Kindern ihr Recht auf Bildung, so wie es die internationale Kinderrechtskonvention vorsieht, gar nicht garantieren. Außerdem verhindern wirtschaftliche und politische Krisen immer wieder, dass Verbesserungen im Gebiet der Bildung gemacht werden.

Kinderarbeit

In Simbabwe sind mehr als 13% der Kinder gezwungen zu arbeiten. Viele von ihnen müssen Arbeit auf Farmen annehmen, wo die Arbeits- und Lebensbedingungen extrem hart sind. Wiederum andere müssen die noch härteren Bedingungen in den Diamantminen auf sich nehmen.

Heute werden die Praktiken, wegen derer diese Diamanten auch als „Blutdiamanten“ beschrieben werden, stark von der internationalen Gemeinschaft verurteilt. Auch Simbabwe hat versucht, dieser Art von Arbeit ein Ende zu bereiten.

Durch die extreme Armut sind manche Kinder im Sklavenhandel gefangen. Recruited by traffickers, they end up being subjected to various forms of exploitation be it sexueller, Missbrauch ebenso wie Versklavung auf dem Land und im Haus. Simbabwe gilt praktisch als Quelle und Ziel von Menschenhandel.

Neuere Anstrengungen, diese Praxis auszurotten, tragen mittlerweile Früchte. Dennoch bleibt diese traurige Situation bis heute die schmerzliche Realität.

Die Inhaftierung Minderjähriger

Die Situation inhaftierter Minderjähriger in Simbabwe ist erbärmlich. Dabei wird eine Vielzahl ihrer Rechte verletzt, die laut der internationalen Kinderrechtskonvention ihnen garantiert werden sollten.

Kinder werden in denselben Zellen eingesperrt, wie die Erwachsenen. Neben Schikane und Belästigung durch Mitinsassen droht ihnen auch Gewalt von Wachen und dem Gefängnispersonal.

Im Gefängnis kommt es dann leicht zu Geständnissen und Denunzierung. Wachen können die Insassen so lange bedrohen oder ihnen Gewalt in allen möglichen Formen antun, die man sich vorstellen kann. Die Lebensbedingungen sind hart und eingesperrte Jugendliche dürfen oft auch nicht besucht werden.

Außerdem werden Minderjährige oft aus den absurdesten Gründen verhaftet; das kann die Verhaftung ihrer Eltern sein oder auch ein einfacher Verdacht, dem es an jeglicher Grundlage fehlt.

Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass unschuldige, extrem junge Simbabwer zusammen mit Ihren Müttern eingesperrt werden können. Kinder, nicht älter als zwei Jahre, können in einem der meist bewachten Gefängnisse von Simbabwe sein.

Ihre Lebensbedingungen sind unmenschlich: Überfüllung, Schmutz, Mangelernährung, schlechte Hygiene, Krankheiten… Manche der Kinder werden sogar gequält, um den Müttern ein Geständnis abzuringen.

Kinderehe

In Simbabwe wird mehr als ein Viertel aller Mädchen zur Ehe gezwungen, bevor Sie volljährig sind.

Eltern bereiten sie schon in sehr jungen Jahren darauf vor, eine Kindsbraut zu werden. Diese Ehen haben oft negative Auswirkungen auf die Gesundheit der jungen Mädchen, die nicht verstehen, was eine Hochzeit mit sich bringt.

Das Recht auf Identität

In Simbabwe werden mehr als ein Viertel aller Geburten nicht offiziell gemeldet. Deshalb haben nicht registrierte Kinder weder eineoffizielle Identität noch eine Nationalität.

Diese Personen existieren offiziell nicht. In den Augen der Gesellschaft sind sie unsichtbar und können auch niemals ihre Rechte wahrnehmen.