Kinder in Botswana

Kinder in Botswana

Die Verwirklichung der Kinderrechte in Botswana

Botswana konnte in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Kinderrechtssituation aufzeigen. Das Land hat sich besonders für finanzielle und legislative Veränderungen eingesetzt, die durch die Bevölkerung allgemein wahrgenommen wurden. Dennoch geben bestimmte Aspekte, die das Wohlbefinden der Kinder betreffen, einen Anlass zur Sorge.

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Index der Realisierung von Kinderrechten : 7,21/ 10
Orange Stufe : Wahrnehmbare Probleme

Bevölkerung : 2,13 M.
Bev. 0-14 Jahren : 33;2 %

Lebenserwartung : 64,4 Jahre
Kindersterblichkeit : 35 ‰

Hauptprobleme, mit denen die Kinder in Botswana konfrontiert sind:

Armut

In Botswana leben 30% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die schlechte Wirtschaft hat negative Auswirkungen auf viele Kinder, die unter dem eingeschränkten Zugang zum Gesundheitswesen,zu nahrhaftem Essen, guter Bildung leiden

Gewalt gegen Kinder

Kein Gesetz verbietet die Misshandlung von Kindern. Die Anzahl der Fälle von Gewalt und sexueller Übergriffe gegen Kinder sind in Botswana alarmierend.
Körperliche Züchtigung kommt sowohl zu Hause als auch in der Schule vor, was zahlreiche Konsequenzen haben kann. Ein Resultat ist, dass einige Kinder von zu Hause fortlaufen und auf der Straße leben.

Gesundheit

Es gibt zahlreiche Probleme, die dieGesundheit der botsuanischen Kinder betreffen. Die hohe Kindersterblichkeitsrate sowie, die relativ niedrige Lebenserwartung zeugen davon.

Die medizinische Versorgung muss unbedingt verbessert werden. In bestimmten Gegenden des Landes gibt es einen merklichen Mangel an medizinischem Personal, an Heilmitteln und medizinischen Einrichtungen. Eine große Zahl der Kinder leidet an verschiedenen Erkrankungen wie Diarrhö, Tuberkulose und Malaria, die ohne adäquate medizinische Behandlung lebensbedrohlich sein können.Die Armut einiger Familien hat ungünstige Auswirkungen auf ihre Kinder, denen es an sauberem Wasser,gesundem Essen, und Hygiene mangelt.

AIDS

Botswana hat die zweithöchste AIDS Infektionsrate der Welt. Im Jahr 2005 stieg die Zahl der Kinder, die aufgrund von AIDS zu Waisenkindern wurden, auf 120.000 an. Das Land unternahm zahlreiche Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus so gut wie möglich zu reduzieren. Daraufhin kam es zu einer Verbesserung. Und nichtsdestotrotz würde wohl eine bessere Informations- und Vorbeugungskampagne die Chancen der Bürger zusätzlich erhöhen, bestimmte Übertragungswege zu vermeiden.

AIDS hat zahlreiche Auswirkungen auf Kinder. Diejenigen, die infiziert sind, leiden an den verschiedensten Gesundheits problemen. Außerdem werden infizierte Kinder oft diskriminiert Rest der Bevölkerung. Aber auch jene Kinder, die nicht infiziert sind, bleiben nicht immer unbeschadet: Manche verlieren ihre Eltern aufgrund des Virus und werden so zu Waisenkindern.

Diskriminierung

In Botswana leben zahlreiche Minderheiten populations. Die „Bosjemans“, die hauptsächlich in der Kalahari-Wüste leben, sind – wegen ihrer alten Traditionen – eine der bekanntesten. Dieses Nomadenvolk wird vom Rest der Bevölkerung oft diskriminiert. Die bosjemanischen Kinder zählen zu denjenigen, die unter der Diskriminierung am stärksten leiden. Trotz der Bemühungen einiger Regierungsvertreter ist es für die Kinder und Jugendlichen dieser Minderheiten schwierig, Zugang zu denselben staatlichen Diensten wie die anderen Kinder zu bekommen. Oft werden sie innerhalb ihres eigenen Territoriums ausgestoßen und unterdrückt von denjenigen, die kulturelle Differenzen nicht zulassen.

Obdachlosigkeit

Das Phänomen obdachloser Kinder in Botswana ist sehr bedenklich. Tag und Nacht kann man sie die Straßen entlangwandern sehen, weil sie Essen, Wasser und eine Unterkunft suchen. Ihre Lebensbedingungen sind sehr schlecht, und um zu überleben, müssen sie hart kämpfen.

Sie sind Opfer der Gewalt von Straßengangs und ökonomischer Ausbeutung. Einige werden durch Drogen- oder Sexhändler rekrutiert. Junge Mädchen werden manchmal gezwungen, sich zu prostituieren.

Diese Kinder bringen ihre eigene Zukunft in Gefahr. Die Umwelt, in der sie aufwachsen, ist gefährlich. Die meisten von ihnen sind ungebildet: daher sind die Chancen, eine Dauerbeschäftigung mit einer angemessenen Bezahlung zu finden, für sie sehr gering. Die Zukunftsaussichten sind für viele von ihnen dunkel und enden in einer Sackgasse.

Das Recht auf Identität

In Botswana werden mehr als ein Viertel der Geburten nicht offiziell gemeldet. Daher besitzen viele Kinder weder eine offizielle Identität noch eine Nationalität.

Dies wiederum führt zu Schwierigkeiten in der Zukunft, denn diejenigen, die offiziell nicht existieren, werden nie in den Genuss ihrer Rechte kommen.