Kinder in St. Vincent und die Grenadinen

Die Kinder in St. Vincent und die Grenadinen

Die Kinderrechte in St. Vincent und die Grenadinen verwirklichen

St. Vincent und die Grenadinen ist ein karibischer Staat, der aus dutzenden Inseln besteht.
Die dortige instabile Wirtschaftslage ist ein Hindernis für das Wohlbefinden der Kinder. Das Land muss es schaffen, die Hauptprobleme der Kinder zu beseitigen.

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Index der Realisierung von Kinderrechten :
7,51 / 10
Orange Stufe: Wahrnehmbare Probleme

Bevölkerung: 100.000
Bev. 0-14 Jahren: 25,9 %

Lebenserwartung: 72,5 years
Kindersterblichkeit: 17 ‰

Hauptprobleme der Kinder von St. Vincent und die Grenadinen:

Armut

Kinder machen mehr als ein Drittel der Bevölkerung von St. Vincent und die Grenadinen aus, darunter leben 50% in Armut.

Die zwölf Naturkatastrophen, die seit 1970 verzeichnet wurden, haben zur Schwächung aller Wirtschaftssektoren des Landes beigetragen. Diese Wirtschaftslage wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die Sicherheit der Kinder aus.

Recht auf Gesundheit

In St. Vincent und die Grenadinen ist die Gesundheitsfürsorge für Kinder unter 17 Jahren kostenlos.

Spezielle Behandlungen oder chirurgische Eingriffe sind allerdings sehr teuer und die ärmeren Familien können sich diese Eingriffe nicht leisten.

Recht auf Bildung

Grundschulen sind kostenlos, aber nicht verpflichtend.

Erst ab 5 Jahren können die Kinder zur Grundschule gehen. Von den jüngeren Kindern werden nur 5% in Krippen oder Kindergärten betreut. Einkommensschwächere Familien können sich diese Hilfe zur frühkindlichen Entwicklung nicht leisten, da sie kostenpflichtig sind.

94% der Kinder werden in der Grundschule eingeschult. 25% von ihnen beenden die Schule nicht, da sie ihrer Familie helfen müssen, indem sie arbeiten.

Mit einer Beschulungsquote von 62% ist die sekundäre Bildung weniger besucht als die Grundschule.

Obwohl die Bildung kostenlos ist, müssen die Eltern Schulbücher kaufen, die Kinder mit Nahrung versorgen, den Transport organisieren… All dies ist ein ernstes Hindernis für eine gute Schulbildung der Kinder ärmerer Familien.

Kindesmisshandlung

Misshandlung, Inzest und Gewalt sind weit verbreitete Probleme in St. Vincent und die Grenadinen.

Oft stimmen die Familien zu, dass ihre jungen Töchter von älteren Männern gegen Bezahlung verführt werden.

Körperliche Züchtigung von Kindern ist erlaubt in St. Vincent und die Grenadinen. Tatsächlich glauben viele Menschen dort, dass die „Prügelstrafe“ ein wichtiges Mittel bei der Erziehung von Kindern ist.

Gesetze zum Schutz der Kinder werden nicht angepasst. 2010 hat der Staat ein Gesetz verabschiedet, laut dem die Misshandlung von Kindern gemeldet werden muss. In der Praxis ist dieses Gesetz nicht wirksam, denn die Durchführungsmodalitäten sind immer noch nicht ausgearbeitet.

Kinder werden umgesiedelt

Viele Eltern sind alleinerziehend, sodass die Frauen der Familie vorstehen.

18-28% der Kinder, die in einkommensschwachen Familien leben oder deren Eltern(-teile) emigrierten, um in einem anderen Land Arbeit zu finden, müssen für längere Zeit in den Familien von Freunden oder mit anderen Verwandten leben. Dieses Phänomen der Umsiedlung wirkt ebenso auf ein Kind wie Vernachlässigung oder Gewalt gegen Kinder.

Kinderarbeit

Das Arbeitsrecht schützt Kinder nur sehr wenig. Besonders in ländlichen Gegenden müssen Kinder arbeiten.

Das gesetzliche Alter, ab dem Kinder arbeiten dürfen, beträgt 16 Jahre, während eine Sozialversicherungskarte jedoch erst ab 18 Jahren erhältlich ist. Wenn Minderjährige zwischen 16 und 17 Jahren arbeiten, tun sie dies folglich ohne Versicherung…

Das Ausmaß dieses Phänomens muss beziffert werden (nur wenige Zahlen sind momentan zu diesem Thema verfügbar), um dieses Problem der Kinderarbeit in den Griff zu bekommen.

Haftstrafen für Minderjährige

Wenn sich Kinder in polizeilichem Gewahrsam befinden, werden sie oft Opfer von Misshandlung durch die Polizisten.

Die Kinder werden mit Erwachsenen zusammen eingesperrt, die eines Verbrechens angeklagt sind, da es keine Haftanstalt für Minderjährige gibt.

Der Staat bietet Kinder aus benachteiligten Familien keine juristische Unterstützung. Es gibt kein spezielles Gericht für Kinder, sondern sie werden von den ordentlichen Gerichten verurteilt.