Die Kinder auf Antigua und Barbuda

Die Kinder auf Antigua und Barbuda

Die Realisierung von Kinderechten in Antigua and barbuda

Antigua und Barbuda ist ein kleines Land, das aus zwei Inseln besteht. Obwohl dieses Land zahlreiche Bemühungen für die Kinderrechte unternommen hat, bleibt die Situation der Kinder in zahlreichen Bereichen wie in Bildung und Justiz schwierig.

   Carte ANTIGUA-ET-BARBUDA

Index der Realisierung von Kinderrechtenx : 8.05 / 10
Gelb: Recht gute Lage

Population: 90,156 Millionen
Pop. ages 0-14: 24,7 %

Lebenserwartung: 76 Jahre
Kindersterblichkeitsrate: 6 ‰

 

Die Hauptprobleme, denen Kinder in Antigua und Barbuda ausgesetzt sind:

Bildung

Wenn auch zahlreiche Anstrengungen wie die kostenlose Vergabe von Schulbüchern und -uniformen unternommen wurden, bleibt der Zugang zu Bildung auf Antigua und Barbuda sehr ungleich. Das Land hat nicht genügend Schulen, und die bestehenden Schulen sind überbelegt. Man muss leider feststellen, dass viele Jungen die Schule verlassen.

Ein weiteres Bildungsproblem ist die höhere Bildung: die meisten Hochschuleinrichtungen verlangen Studiengebühren, und wenig Kinder sind in der Lage, ein Studium zu absolvieren. Zudem wird der Zugang zu kostenfreien Schulen durch Prüfungen erschwert.

Daher ist es jetzt für Antigua und Barbuda notwendig, die Bemühungen auszubauen und allen Zugang zu Bildung durch die Förderung von unentgeltlichem Schulbesuch zu ermöglichen.

Prügelstrafe

Auf den Inseln gibt es immer noch ein Gesetz zur Prügelstrafe, das die körperliche Züchtigung von Kindern sowohl in der Familie als auch an offiziellen Orten wie Schulen erlaubt. Das immer noch gültige Bildungsrecht von 1973 sieht eindeutig den Einsatz solcher Gewaltakte im schulischen Rahmen vor.

Solche Gewalttätigkeiten widersprechen der Kinderrechtskonvention. Daher empfehlen die Vereinten Nationen seit 2004 Antigua und Barbuda, die Gesetze, die jegliche Form von Gewalt gegen Kinder erlaubt, zu ändern.

Jugendstrafrecht und Jugendstrafvollzug

Das aktuelle System der Jugendgerichtsbarkeit von Antigua und Barbuda widerspricht eindeutig den internationalen Bestimmungen.

Tatsächlich können schon achtjährige Kinder vor Gericht gestellt werden. Minderjährigen drohen die gleichen Strafen wie Erwachsenen. Daher ist es möglich, dass Jugendliche unter 18 Jahren für einen Mord eine lebenslange Haftstrafe erhalten.

Für verurteilte Jugendliche gibt es keine besonderen Haftbedingungen. Sie werden in den gleichen Gefängnissen und Abteilungen eingesperrt wie die Erwachsenen, was ebenso der Kinderrechtskonvention widerspricht.

Diskriminierung

Kinder von Antigua und Barbuda sind auch gewissen Diskriminierungen ausgesetzt. Wenn auch Diskriminierung gesetzlich untersagt ist, besteht doch eine ungleiche Behandlung, und manche Kinder werden noch immer diskriminiert. Dies ist zum Beispiel der Fall bei außerehelichen oder armen Kindern, die beim Zugang zur Grundversorgung ungleich behandelt werden.

Eine weitere Quelle von Diskriminierung ist der Mangel von Materialien und Einrichtungen für behinderte Kinder, wodurch diesen Kindern der Zugang zur Schule oder anderen staatlichen Einrichtungen erschwert wird.