Kinder in der Tschechischen Republik

Concrétiser les droits de l’enfant en la République tchèque

Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1993 hat die Tschechische Republik den Schutz der Kinderrechte durch gesetzliche Reformen und nationale Strategien gestärkt. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Hürden – insbesondere für marginalisierte und besonders schutzbedürftige Kinder. Viele Kinder im Land leiden nach wie vor unter Armut, Diskriminierung, Missbrauch, Gewalt, unzureichendem Zugang zu Gesundheitsversorgung und mangelndem Schutz.

Population: 11 Millionen
Pop. ages 0-14:
15,9%

Life expectancy: 77,2 Jahre
Under-5 mortality rate:
 2,6‰

Die Tschechische Republik im Überblick

Die Tschechische Republik, auch als Tschechien bekannt, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa, der im Westen an Deutschland, im Osten an die Slowakei, im Süden an Österreich und im Nordosten an Polen grenzt. Mit einer robusten Wirtschaft und einer gut ausgebildeten Arbeitskraft verfügt das Land über eine starke industrielle Basis, insbesondere in der Automobil- und Technologiesparte.

Die Unabhängigkeit erlangte das Land 1993 nach der Auflösung der Tschechoslowakei. Es ist eine parlamentarische Demokratie, die sich den Menschenrechten, der Rechtsstaatlichkeit und dem Schutz individueller Freiheiten verpflichtet fühlt. Dieses demokratische Fundament bildet die rechtliche und institutionelle Grundlage für die Wahrung der Kinderrechte und die Sicherstellung staatlicher Rechenschaftspflicht. Gleichzeitig gewährleistet es, dass Kinder und ihre Familien Zugang zur Justiz haben und in Entscheidungsprozesse, die sie betreffen, einbezogen werden.

Amtssprache ist Tschechisch und die Nation ist Mitglied der Europäischen Union (EU) sowie der NATO. Prag ist die Hauptstadt sowie die größte Stadt, bekannt für ihr architektonisches und kulturelles Erbe. Traditionell gliedert sich Tschechien in drei Regionen: Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien.

Stand der Kinderrechte in der Tschechischen Republik [1]

Die Kinderrechte in der Tschechischen Republik sind durch ein starkes Geflecht aus nationalen Gesetzen und internationalen Verträgen geschützt, darunter die UN-Kinderrechtskonvention (KRK), die das Land 1991 ratifiziert hat. Zudem hat Tschechien zwischen 2002 und 2014 alle drei Fakultativprotokolle zur KRK ratifiziert, die sich mit der Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten sowie mit Kinderhandel und sexueller Ausbeutung befassen.

Darüber hinaus ist das Land Vertragsstaat weiterer zentraler UN-Menschenrechtsabkommen, darunter des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (beide 1993 ratifiziert) sowie der Behindertenrechtskonvention (2009 ratifiziert). Diese Instrumente stärken den Schutz in Bezug auf Nichtdiskriminierung, Bildungschancen, Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie Schutz vor Gewalt und Ausbeutung.

Auf regionaler Ebene ist Tschechien an die Europäische Menschenrechtskonvention (1992 ratifiziert), die Europäische Sozialcharta (1999 ratifiziert) und die Europaratskonvention zur Bekämpfung des Menschenhandels (2010 ratifiziert) gebunden. All diese Abkommen sichern Kindern Rechte auf Schutz, soziale Teilhabe und Zugang zur Justiz.

Darüber hinaus hat die tschechische Regierung die Nationale Strategie zum Schutz der Kinderrechte 2021–2029 verabschiedet, um die Kinderrechte zu stärken. Dieses Rahmenwerk fördert die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Ministerien und lokalen Behörden, damit Kinder in Sicherheit, geschützt und eingebunden aufwachsen können.

Die Strategie konzentriert sich insbesondere auf die Unterstützung von gefährdeten Kindern – darunter Kinder in staatlicher Obhut, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder, die von Armut und Diskriminierung betroffen sind, insbesondere Roma-Kinder. Gleichzeitig fördert sie die Beteiligung von Kindern, vermeidet unnötige Trennungen von Familien und Institutionalisierungen und ermöglicht eine bessere Überwachung durch Datenerhebung (Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights [OHCHR], 2021).

Tschechien hat außerdem 1993 das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern (“Hague Convention on the Civil Aspects of International Child Abduction”) ratifiziert, das die internationale Zusammenarbeit in Fragen der elterlichen Verantwortung und Kindesentführung stärkt. Zusammen bilden diese Instrumente einen umfassenden Rahmen, der die tschechische Regierung verpflichtet, die Rechte und das Wohlergehen aller Kinder zu schützen.

In jüngerer Zeit hat die Tschechische Republik den Kinderschutz weiter gestärkt, indem sie die Einführung des ersten Kinder-Ombudsmanns plant, dessen Amt im Juli 2025 starten soll (Brno Daily, 2025a; Radio Prague International, 2025a). Diese unabhängige Stelle soll Kinderrechte sichern, vulnerable Gruppen unterstützen, Gesetzgebung mitgestalten und in rechtlichen Verfahren eingreifen (Brno Daily, 2025b). Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinderrechte geschützt werden und die Stimmen von Kindern Gehör finden. Trotz dieses Fortschritts bleibt jedoch die Frage der Finanzierung des Ombudsmanns offen.

Parallel dazu hat das Ministerium für Arbeit und Soziales eine Kinderbeteiligungsgruppe gegründet, die junge Menschen im Alter von 15–21 Jahren in die Gestaltung der öffentlichen Politik einbezieht. Teilnehmende haben die Notwendigkeit einer echten Mitwirkung betont und vorgeschlagen, dass Kinder auch bei der Auswahl des Ombudsmanns beteiligt werden (Eurochild, 2025).

Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern in der Tschechischen Republik

Recht auf Bildung

Jedes Kind in der Tschechischen Republik hat das Recht auf Bildung ohne Diskriminierung, wie es durch die tschechische Verfassung und das Bildungsgesetz garantiert wird (Eurydice, 2024a). Der Besuch öffentlicher Schulen ist in der Regel kostenlos, und Kinder beginnen ihre Grundschulzeit üblicherweise im Alter von 6 Jahren (Eurydice, 2024b). Die Schulpflicht dauert neun Jahre und umfasst fünf Jahre Grundschule sowie vier Jahre der unteren Sekundarstufe (Eurydice, 2025a).

Im Anschluss können die Schülerinnen und Schüler in die obere Sekundarstufe wechseln, die in der Regel vier Jahre dauert und allgemeine, berufliche oder technische Bildungsgänge umfasst (Eurydice, 2025b). Die Regierung arbeitet daran, den Zugang zur frühkindlichen Bildung – insbesondere in benachteiligten Regionen – auszuweiten und Kinder mit Behinderungen sowie Kinder von Minderheiten in Regelschulen einzubeziehen (European Association of Service Providers for Persons with Disabilities [EASPD], 2024).

Trotz vieler Bemühungen sind Roma-Kinder weiterhin überproportional häufig in Sonderschulen eingeschult (Bertelsmann Stiftung, 2024). Der Nationale Aktionsplan im Rahmen der Europäischen Kindergarantie fördert inklusive Bildung, Lernunterstützung sowie einen verbesserten Zugang zu Schulpsychologen und Sozialarbeitern, um den vielfältigen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden (Eurochild, 2023; EASPD, 2024).

Seit Beginn des Ukraine-Krieges besuchen zudem viele ukrainische Kinder tschechische Schulen. Diese plötzliche Entwicklung bringt Herausforderungen mit sich: Viele Kinder haben Schwierigkeiten, die tschechische Sprache zu erlernen und vollständig am regulären Unterricht teilzunehmen. Schulen bemühen sich um soziale Integration, während Familien oft einen stärkeren Schwerpunkt auf den akademischen Fortschritt legen möchten.

Lehrkräfte tun sich außerdem schwer, klare Erwartungen zu formulieren, und viele ukrainische Schüler orientieren sich stark an ihren Landsleuten. Zudem herrscht bei zahlreichen Familien Unsicherheit darüber, ob sie langfristig in Tschechien bleiben oder in die Ukraine zurückkehren – was ihre Bildungspläne erschwert (Directorate-General for Migration and Home Affairs, 2025).

Darüber hinaus ist der Zugang zu frühkindlicher Bildung und Betreuung (Early Childhood Education and Care [ECEC]) in Tschechien eingeschränkt, insbesondere für Kinder unter drei Jahren und für Kinder aus benachteiligten Familien (Trading Economics, 2025a). Zwar hat sich die Zahl der Betreuungsplätze seit 2018 verdoppelt, dennoch sind weniger als 7% der Kinder unter drei Jahren in Betreuungseinrichtungen angemeldet, und rund 40.000 Kinder im Alter von 3–4 Jahren besuchen keinen Kindergarten (UNICEF, 2025a).

Als Reaktion darauf hat Tschechien im Juni 2025 einen nationalen Rahmenplan zur Überwachung und Verbesserung der Qualität und Zugänglichkeit frühkindlicher Bildung und Betreuung vorgestellt. Dieser konzentriert sich auf Zugang, Personal, Lehrpläne, Evaluation und Inklusion. Zwar bieten Mutterschafts- und Elternzeitregelungen eine gewisse Unterstützung, jedoch schränken niedrige Elternbeihilfen und ein komplexes Sozialleistungssystem viele Familien darin ein, die für die frühe Bildung wichtigen Leistungen in Anspruch zu nehmen (EAPN Czechia, 2023).

Recht auf Gesundheit

Das Recht von Kindern auf Gesundheit wird in der Tschechischen Republik durch den universellen Zugang zum Gesundheitssystem gewährleistet, mit besonderer Aufmerksamkeit für vulnerable Gruppen wie Kinder in Armut, Kinder mit Behinderungen und Kinder aus sozial ausgegrenzten Gemeinschaften.

Staatliche Initiativen fördern die Früherkennung von Gesundheitsproblemen, den verbesserten Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung sowie die Gesundheitsbildung, um Ungleichheiten abzubauen und das Wohlbefinden zu stärken. Zudem laufen Reformen, die darauf abzielen, von einer institutionellen Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie wegzukommen und psychiatrische Dienste in unterversorgten Regionen auszubauen (EASPD, 2024).

Obwohl die Gesundheitsversorgung und die Impfquote insgesamt hoch sind, zeigt ein aktueller UNICEF-Bericht (2024), dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung und der Gesundheitsstatus regional stark variieren. Vor allem marginalisierte Gruppen – darunter Roma-Kinder, Kinder mit Behinderungen und Kinder, die in Armut leben – stoßen weiterhin auf Hürden beim Zugang zu grundlegender und präventiver Versorgung.

Um diese Ungleichheiten zu verringern, verabschiedete die tschechische Regierung den Nationalen Aktionsplan im Rahmen der Europäischen Kindergarantie (2022–2030). Ziel ist es, regionale Unterschiede abzubauen, psychiatrische Dienste auszubauen, den Zugang zur Versorgung in unterversorgten Gebieten zu verbessern sowie Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsbildung zu fördern. Darüber hinaus soll der Plan einen inklusiven Zugang zu frühkindlicher Bildung, gesunder Ernährung, hochwertiger Schulbildung, zugänglicher Gesundheitsversorgung und angemessenem Wohnraum sicherstellen – insbesondere für Kinder mit Behinderungen, Roma-Kinder und Kinder in alternativer Betreuung (Eurochild, 2023).

Der Aktionsplan enthält detaillierte Maßnahmen, weist Zuständigkeiten klar zu und legt Zeitpläne für die Umsetzung fest. Zudem werden Kooperationen zwischen Ministerien, die Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie die Einführung von Monitoring-Mechanismen gefördert (Ministry of Labour and Social Affairs, 2022). Dennoch bleibt der Fortschritt uneinheitlich – bedingt durch begrenzte institutionelle Unterstützung, unzureichende Finanzierung und fehlende klare Umsetzungsstrategien (EASPD, 2024).

Recht auf Schutz

In der Tschechischen Republik haben Kinder das Recht auf Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt, Vernachlässigung, Missbrauch und Ausbeutung. Dieses Recht ist in der Charta der Grundrechte und Grundfreiheiten verankert und wird durch die UN-Kinderrechtskonvention (KRK), die in Tschechien Gesetzeskraft besitzt, zusätzlich gestützt. Obwohl die rechtliche Verantwortung in erster Linie bei den Eltern liegt, ist die Gesellschaft verpflichtet einzugreifen, wenn das Leben oder die Gesundheit eines Kindes gefährdet ist.

In Tschechien verbietet das Gesetz alle Formen der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern, darunter Kinderpornografie und Kinderhandel. Das Mindestalter für einvernehmliche sexuelle Handlungen liegt bei 15 Jahren. Sexuelle Handlungen mit Kindern unter diesem Alter können mit bis zu 12 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden – in besonders schweren Fällen auch mit noch höheren Strafen (U.S. Department of State, 2024a).

Das tschechische Recht verbietet außerdem Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Religion, Sprache oder sozialem Hintergrund. Alle Kinder haben Anspruch auf gleiche Rechte – unabhängig vom Familienstand oder Hintergrund ihrer Eltern. Diese Garantien sind in der Verfassung verankert und werden durch soziale sowie rechtliche Maßnahmen gestützt.

Trotz der Verabschiedung der Nationalen Strategie zum Schutz der Kinderrechte 2021–2029 bleibt die praktische Umsetzung der Kinderschutzmaßnahmen im Land jedoch fragmentiert und uneinheitlich. Herausforderungen wie begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen, regionale Unterschiede sowie eine unzureichende Ausbildung von Fachkräften behindern weiterhin den Fortschritt (UNICEF, 2024).

Recht auf Beteiligung

Die Partizipation von Kindern wird in der tschechischen Jugendpolitik zunehmend als Priorität anerkannt. Der Nationale Umsetzungsplan der Europäischen Kindergarantie, der im November 2022 verabschiedet wurde, soll ein Umfeld schaffen, das die Mitwirkung von Kindern an Entscheidungsprozessen unterstützt.

Obwohl der Plan bisher noch wenig bekannt ist, spiegelt er das nationale Bekenntnis zu einer echten Kinder- und Jugendbeteiligung wider. Zudem nimmt Tschechien an einem Projekt des Europarats teil, das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales die Mitwirkung von Kindern an der nationalen Politikgestaltung stärken soll.

Die tschechische Regierung befindet sich in der Endphase der Verabschiedung ihrer neuen Nationalen Jugendstrategie „Youth Concept 2025–2030“. Dieses ressortübergreifende Rahmenwerk umfasst alle zentralen Bereiche der Jugendpolitik und soll junge Menschen in Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe unterstützen. Die Strategie fördert inklusive und sinnvolle Jugendbeteiligung, indem sie den Zugang zu hochwertiger Bildung, zu Lebenskompetenzen sowie zu Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in der Öffentlichkeit stärkt.

Im Jahr 2023 wurde das Nationale Forum der Kinder- und Jugendparlamente gegründet, welches das frühere Nationale Kinder- und Jugendparlament ersetzt. Es dient als offene Plattform, auf der Jugendräte und -parlamente zusammenarbeiten und die Interessen junger Menschen auf nationaler Ebene vertreten können. Das Forum wird vom Tschechischen Rat für Kinder und Jugend koordiniert und ist Teil des EU-Jugenddialogs.

Darüber hinaus wird die politische Bildung derzeit überarbeitet. Das Bildungsministerium testet die Rolle von Schülerparlamenten an Schulen, um demokratisches Engagement zu fördern. Eine landesweite Lehrplanreform ist in Arbeit, allerdings gibt es Bedenken, dass die Stundenzahl für politische Bildung zugunsten digitaler Fächer reduziert werden könnte (European Commission, 2025a).

Risikofaktoren –> Länderspezifische Herausforderungen

Gewalt

Der Bericht „Mapping Child Protection Systems in the EU 2023“ bestätigt, dass verschiedene Formen von Gewalt gegen Kinder – körperliche, psychische und emotionale – in der Tschechischen Republik weiterhin ein erhebliches Problem darstellen (Stöckelová et al., 2023). Etwa 22% der Kinder im Land haben häusliche Gewalt erlebt oder miterlebt; jedoch gibt es kein gesichertes oder sensibel ausgestaltetes Unterstützungssystem, das den betroffenen Kindern Schutz und Hilfe bietet (Expats.cz, 2023).

Viele betroffene Kinder erhalten entweder keine Unterstützung oder werden aufgrund fehlender familienbasierter Alternativen und begrenzter spezialisierter Hilfsangebote in institutionelle oder psychiatrische Betreuung gegeben. Gewalt in engen Beziehungen wird nach wie vor stark toleriert, was zu niedrigen Erkennungs- und Melderaten führt (Expats.cz, 2023).

Ein zentrales gesetzgeberisches Defizit ist das Fehlen eines formellen Verbots von körperlicher Züchtigung. Die Tschechische Republik gehört zu den letzten europäischen Ländern, die ein solches Verbot noch nicht eingeführt haben. Über ein Drittel der tschechischen Eltern wendet offenbar körperliche Strafen an, obwohl Studien zeigen, dass diese die Entwicklung von Kindern negativ beeinflussen. Ein vorgeschlagener Änderungsentwurf des Bürgerlichen Gesetzbuches zielt darauf ab, körperliche, psychische und demütigende Strafen explizit zu verbieten – ohne dass Eltern strafrechtlich verfolgt würden, solange kein tatsächlicher Schaden entsteht (Expats.cz, 2023).

Neben der Viktimisierung von Kindern verzeichnet das Land zudem einen starken Anstieg von Gewalttaten durch Minderjährige. Polizeidaten zeigen einen Anstieg um 25% bei Gewalttaten von Kindern unter 18 Jahren in den letzten zwei Jahren. Im Jahr 2024 verübten Minderjährige 1.080 Gewalttaten, darunter 10 Morde – im Vergleich zu 947 Taten und 9 Morden im Jahr 2023 (Brno Daily, 2025c). Unter Jugendlichen im Alter von 15–17 Jahren stieg die Zahl der Gewalttaten von 458 im Jahr 2021 auf 707 im Jahr 2024. Bei Kindern unter 14 Jahren erhöhte sich die Zahl im gleichen Zeitraum von 237 auf 427 (Radio Prague International, 2025b).

Ausbeutung

Sexueller Missbrauch von Kindern bleibt in der Tschechischen Republik ein erhebliches Problem. Jedes dritte Mädchen und jeder siebte Junge erleben sexuellen Missbrauch; die meisten Fälle werden jedoch nicht gemeldet und nicht untersucht, bedingt durch gesellschaftliche Verdrängung, Angst vor Repressalien und fehlende kindgerechte Meldewege (OHCHR, 2021).

Es liegen keine umfassenden offiziellen Daten zur Zahl der Kinder vor, die in Tschechien Opfer von Menschenhandel geworden sind, was die Einschätzung des tatsächlichen Ausmaßes erschwert. Internationale Organisationen, darunter GRETA (Europarat) und ECPAT, haben die tschechischen Behörden aufgefordert, Präventionsmaßnahmen zu stärken, die Identifikation von Opfern zu verbessern und den Schutz vulnerabler Kinder zu erhöhen (Council of Europe, 2024a,b).

Obwohl die Regierung gesetzliche Reformen eingeführt und spezialisierte Einheiten der Strafverfolgung geschaffen hat, sind gezielte Maßnahmen insbesondere für Hochrisikogruppen wie Roma-Kinder und Geflüchtete begrenzt. Aufgrund fehlender verlässlicher Daten und der versteckten Natur dieser Straftaten bleiben viele Fälle unentdeckt oder ungemeldet (Council of Europe, 2024b).

Die Regierung hat zwar keine spezialisierten Zentren für Opfer von Kinderhandel eingerichtet, betreibt jedoch ein Nationales Meldesystem (National Referral Mechanism) und bietet individualisierte Unterstützungspläne über Sozialarbeiter an, einschließlich sozialer Leistungen wie Unterbringung und Beratung. Offiziell wurden jedoch keine Kinder als Opfer identifiziert, und die Verfahren zur Identifikation, Krisenunterstützung sowie langfristigen Versorgung bleiben unzureichend (U.S. Department of State, 2024b).

Armut

Zum Stand Dezember 2024 waren 13,9% der Kinder in der Tschechischen Republik von Armut bedroht, wobei insbesondere Roma-Kinder und Kinder aus Alleinerziehendenhaushalten betroffen sind (Trading Economics, 2025b). Obwohl Tschechien regelmäßig eine der niedrigsten Kinderarmutsraten in der EU aufweist, bestehen nach wie vor erhebliche Ungleichheiten. Im Jahr 2024 waren 15,4% der Kinder von sozialer Ausgrenzung oder Armut bedroht – im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 24,2% (Euronews, 2025; Eurostat, 2025). Anders ausgedrückt: Mehr als jedes siebte Kind in Tschechien erlebt weiterhin materielle Entbehrung oder Ausgrenzung.

Armut schränkt den Zugang zu essenziellen Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Wohnraum ein und hält Familien in einem Kreislauf der Not gefangen. Bezahlbarer Wohnraum wird zunehmend zu einem Problem: Einige Familien und Kinder sind von Obdachlosigkeit oder starker finanzieller Belastung bedroht. Das Fehlen einer umfassenden, bezahlbaren Wohnungsstrategie und steigende Lebenshaltungskosten verschärfen diese Vulnerabilitäten (Bertelsmann Stiftung, 2024).

Nicht alle Kinder sind gleichermaßen von Armut betroffen. Besonders gefährdet sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien, aus Großfamilien und aus Roma-Gemeinschaften. Roma-Kinder sind weiterhin von schulischer Segregation betroffen und haben eingeschränkten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, was wiederholte Ausgrenzungszyklen begünstigt (Ryšavý & Albert, 2023).

Der Zugang zu sozialen Leistungen ist unzureichend: Nur etwa 25% der anspruchsberechtigten Familien erhalten Kinderleistungen, und lediglich 20% erhalten Wohnbeihilfen. Nach Abdeckung der Grundbedürfnisse bleiben viele Familien mit sehr begrenzten Mitteln. Die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern werden zunehmend spürbar: Jüngste Umfragen zeigen, dass fast die Hälfte der tschechischen Familien im vergangenen Jahr emotionale oder psychosoziale Schwierigkeiten erlebt hat (EAPN, 2023).

Diskriminierung

Diskriminierung bleibt ein bedeutendes Problem für Kinder in der Tschechischen Republik, insbesondere für Roma-Kinder, die weiterhin schulischer Segregation ausgesetzt sind und in institutioneller Betreuung überrepräsentiert sind (Awen Amenca z.s., 2025). Roma-Familien sind von Zwangsräumungen bedroht und haben eingeschränkten Zugang zu Wohnbeihilfen, was das Recht der Kinder auf stabilen Wohnraum und familiäres Leben untergräbt (Albert, 2025). Die fehlende Erhebung ethnischer Daten durch die Regierung verschärft diese Ungleichheiten zusätzlich (European Roma Rights Centre, 2024).

Die Segregation beginnt früh: Viele Roma-Kinder werden in separate oder Sonderschulklassen mit geringeren Bildungsstandards und weniger Chancen eingestuft (Albert, 2024). Kinder mit Behinderungen stoßen auf Hindernisse beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe und erhalten häufig unzureichende Unterstützung (EASPD, 2024).

Diskriminierung betrifft zudem Wohnraum, Beschäftigung und die Strafverfolgung. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um Desegregation und inklusive Bildung zu fördern – insbesondere für Roma-Kinder, Kinder mit Behinderungen und Kinder ukrainischer Roma-Flüchtlinge (Council of Europe, 2023).

Kinder mit Behinderungen

Die Situation von Kindern mit Behinderungen in der Tschechischen Republik ist trotz bestehender politischer Maßnahmen problematisch. Rund 117.000 Kinder haben eine Behinderung, vor allem schwere Lernschwierigkeiten (EASPD, 2024). Zwar unterstützt der Nationale Aktionsplan Frühinterventionen und verbesserte Dienstleistungen, doch seine unklaren Maßnahmen erschweren echten Fortschritt.

Zudem tragen soziale Stigmatisierung und begrenztes Bewusstsein zur Isolation dieser Kinder in Schulen und der Gesellschaft bei. Viele verbleiben in Betreuungseinrichtungen wie Kinder- und Wohnheimen, anstatt in Familien untergebracht zu werden (Radio Prague International, 2024).

Der Nationale Plan zur Förderung gleicher Chancen für Menschen mit Behinderungen (2021–2025) zielt darauf ab, Würde, Selbstständigkeit und vollständige gesellschaftliche Integration zu fördern, indem Barrieren in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Justiz, Familienleben, Kultur und öffentlicher Teilhabe abgebaut werden. Er garantiert Nichtdiskriminierung und gleichen Zugang zu Dienstleistungen und Infrastruktur.

Heimatvertriebene Kinder

Kinder mit Migrationshintergrund sehen sich in der Tschechischen Republik besonderen Herausforderungen gegenüber, darunter Sprachbarrieren, soziale Ausgrenzung und eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung (Directorate-General for Migration and Home Affairs, 2025; UNICEF, 2025b).

Unbegleitete Minderjährige oder Kinder ohne legalen Status sind besonders anfällig für Ausbeutung und Diskriminierung. Der Nationale Aktionsplan erkennt die Bedürfnisse ukrainischer Flüchtlingskinder und anderer Migrantengruppen an und betont die Bedeutung frühzeitiger Hilfe und gemeinschaftlicher Unterstützung in Tschechien.

Trotz dieser Initiativen haben viele ausländische Kinder weiterhin Schwierigkeiten, die benötigten Dienstleistungen zu erhalten. Rechtliche Schutzmechanismen greifen oft nicht ausreichend, und breitere Diskussionen zur Migrationspolitik berücksichtigen häufig nicht die Rechte dieser Kinder. Daher müssen sowohl die Regierung als auch die Zivilgesellschaft sich weiterhin stark dafür einsetzen, dass diese Kinder vollständig geschützt und in die Gesellschaft integriert werden (Awen Amenca z.s., 2025).

Psychische Gesundheit

Tschechien bemüht sich, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil dieser Bemühungen ist die Transformation der psychiatrischen Versorgung hin zu interdisziplinären Teams aus Gesundheits-, Sozial- und Bildungsexperten, die sowohl in Kliniken als auch in lokalen Gemeinschaften Hilfe leisten können. Spezielle Zentren für Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden in Städten wie Prag, Beroun und Ostrava eingerichtet. Dennoch ist die Verfügbarkeit von psychiatrischen Diensten und stationären Betten für junge Menschen, die intensive Betreuung benötigen, weiterhin unzureichend.

Mehrere Initiativen wurden gestartet, um Aufklärung zu fördern und Stigmatisierung abzubauen. Die Website dusevnizdravi.edu.cz bietet Ressourcen für Schulen zur Unterstützung des psychischen Wohlbefindens von Schülern, während Apps wie Nepanikař kostenlose psychologische Hilfe bereitstellen. Jugendliche beteiligen sich aktiv an Runden Tischen und Jugendgremien, die Themen wie familiäre Probleme und psychische Gesundheit behandeln. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie und die Ankunft von Kindern aus der Ukraine wurden zudem neue Selbsthilfegruppen und Bildungsmaterialien eingeführt (European Commission, 2025b).

Trotz dieser Bemühungen nehmen psychische Probleme und Übergewicht bei Kindern in Tschechien weiter zu. Diese Entwicklungen hängen häufig mit Angstzuständen, Depressionen und sozialer Ausgrenzung zusammen. Begrenzter Zugang zu Versorgung, insbesondere in marginalisierten und ländlichen Regionen, lange Wartezeiten und ein Mangel an Fachkräften lassen viele gefährdete Kinder ohne rechtzeitige Unterstützung zurück (Eisenchteter, 2024).

Geschrieben von Or Salama

Übersetzt von Karolina Hofman

Korrektur gelesen von Beate Dessewffy

Zuletzt aktualisiert am 27. Juni 2025

Referenzen:

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[1] Dieser Artikel erhebt keineswegs den Anspruch, eine vollständige oder repräsentative Darstellung der Kinderrechte in der Tschechischen Republik zu geben. Tatsächlich besteht eine der vielen Herausforderungen darin, dass es kaum aktuelle Informationen über Kinder in der Tschechischen Republik gibt, von denen viele unzuverlässig, nicht repräsentativ, veraltet oder schlicht nicht vorhanden sind.